Mein Leben ist ein Webstück von meinem Gott gemacht. Nicht ich such aus die Farben, Er tut es mit Bedacht. Oft webt er ein auch Kummer, und ich vergesse dann, dass Er das echte Bild sieht, ich nur, was unten dran.
Erst wenn der Webstuhl ruhet, die Schiffchen stille stehn und Gott den Stoff umwendet, dann werd ich alles sehn: wie Gott die dunklen Fäden, die schmerzlich ich erlebt, mit silbernen und goldnen nach Seinem Plan gewebt.
Vor 500 Jahren hielt Reformator Huldrych Zwingli im Grossmünster Bibelstunden ab. Jahrhunderte später entstand daraus die Universität Zürich. Damals prägte die Kirche die Welt, heute schwindet ihre Bedeutung. Was hat die Theologie der Gesellschaft noch zu sagen?
Das Alte Testament auslegen: Die Reformation Huldrych Zwingli und Konrad Pellian im Kreis von Gelehrten. (Undatierter Stich) Quelle: UZHmagazin, Nr. 2/2025
Montag, 19. Juni 1525, um 8 Uhr morgens: Eine Gruppe von Pfarrern, Chorherren und Schülern versammelt sich im Zürcher Grossmünster. Die Männer setzen sich auf die Holzbänke zuhinterst im Chor und beten zu Gott, er möge sie leiten, die Heilige Schrift richtig zu verstehen. Dann schlagen sie die Bibel auf, lesen und übersetzen – in Latein, Hebräisch und Griechisch. Sie beginnen ganz zuvorderst bei Genesis 1 – «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde». In der Folge arbeiten sie sich vor, Vers für Vers, Tag für Tag, ausser Freitag, dem Markttag, und Sonntag. Es sind dies die ersten «Vorlesungen» in Zürich überhaupt. Vielleicht wäre «Seminare» das bessere Wort, da der Austausch ausdrücklich erwünscht ist. Die Bibelstunden, die als «Prophezey» bekannt sind, sollten zum Vorläufer der höheren Bildung in Zürich werden. Nur wenige Jahre später kommt mit Conrad Gessner ein erster Naturwissenschaftler an das Grossmünsterstift. Später werden dort auch Handwerkskunst, Geografie und Französisch gelehrt. Doch das alles braucht viel Zeit: Erst 1833, also drei Jahrhunderte nach der «Prophezey», wird die Universität Zürich offiziell gegründet. Von alledem wissen die Herren, die sich 1525 erstmals treffen, nichts. Die Reformation ist gerade in vollem Gang. Der Zürcher Rat hat Huldrych Zwingli, Leutpriester am Grossmünster, grünes Licht gegeben für die «Prophezey». Damit sollen Hebräisch, Griechisch und Latein gelehrt werden – die drei Sprachen, die «zuo rechtem verstand der göttlichen gschriften ganz notwendig sind». Die Lektionen sollen gemäss dem Auftrag von «gelert, kunstrich, sittig männer» gehalten werden – also Männern wie Zwingli, der in Wien die «sieben freien Künste» sowie in Basel Theologie studiert hatte. Als Resultat der täglichen Seminare sollte Jahre später die Zürcher Bibelübersetzung entstehen.
Altgläubige Pfarrer «umerziehen» 500 Jahre nach den Urvätern der Universität steht Judith Engeler vor dem Grossmünster-Chor und erklärt, warum es falsch wäre, Zwingli als Gründervater der Forschung im heutigen Sinn zu bezeichnen. «Er wollte in erster Linie die altgläubigen Pfarrer ‹umerziehen›», sagt sie. So wurde die «Prophezey» für die Geistlichen der Stadt auch zur Pflichtveranstaltung gemacht. Engeler ist Postdoktorandin und Habilitandin an der UZH und hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit zur Reformation geforscht. Konkret untersuchte sie die Vorgänge rund um das Erste Helvetische Glaubensbekenntnis von 1536. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Jubiläum der «Prophezey» erarbeitet sie gemeinsam mit Studierenden eine kurze Führung zu den Ereignissen von damals (siehe Kasten unten). Das Beispiel der «Prophezey» zeige, dass die Reformation keineswegs von unten stattgefunden hat, führt Engeler aus. «Die schöne Idee der Reformation, wonach jeder die Bibel selber lesen und verstehen sollte, war damals einfach nicht praktikabel.» Einerseits, weil längst nicht jeder lesen konnte. Andererseits, weil eine Bibel für die allermeisten viel zu teuer war. «Sie kostete einen Handwerkermeister einen halben Monatslohn.» Dass es vielmehr eine «Reformation von oben» war, zeigte sich auch bei Zwingli selbst. Er persönlich habe, nachdem die Bibelstellen in verschiedenen Sprachen vorgetragen und miteinander verglichen worden waren, die Gesamtdeutung des Textes übernommen. «Nach den Übersetzungen und Diskussionen sagte er mehr oder weniger, was gilt», so Engeler. Historischen Quellen ist zu entnehmen, dass im Anschluss an die Seminare jeweils um 9 Uhr ein Gottesdienst für das Normalvolk stattfand. Ein Pfarrer übersetzte das zuvor in verschiedenen Sprachen Gelernte «in guot Tütsch».
Verstehen, wer wir sind Dass es Theologen waren, die am Ursprung der Gründung der Universität Zürich standen, ist nicht aussergewöhnlich. Auch die meisten anderen Hochschulen Europas gehen auf Institutionen zurück, in denen ursprünglich Pfarrer ausgebildet wurden. Das Schulwesen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Aufgabe der Kirche. Staatliche Schulen gab es damals noch nicht. Wer es sich leisten konnte, besuchte wie Zwingli eine private Lateinschule und studierte danach an einer der wenigen Universitäten in Europa, Basel, Heidelberg, Wien, Paris, Mailand, Bologna oder Pisa. Ziel von höherer Bildung war es oft, das Volk religiös zu erziehen. Die «Prophezey», zwischen Lateinschule und Universität angesiedelt, bildete dabei keine Ausnahme. Als Pfarrerin und Theologin an der Universität Zürich ist Judith Engeler eine Nachfolgerin der Gelehrten der «Prophezey». Sie repräsentiert aber auch die heutige Generation von Theologinnen, die mit den «gelert, kunstrich, sittig männer» von damals praktisch nichts zu tun haben: jünger, diverser, moderner. Und was die Studieninhalte betrifft: wissenschaftlich frei statt an ein Bekenntnis gebunden. Dafür hat die heutige Generation von Theologen mit anderen Problemen zu kämpfen, die den Theologen von damals fremd waren. Die reformierte wie auch die katholische Kirche verlieren seit Jahrzehnten dramatisch an Mitgliedern. Entsprechend schwindet die Bedeutung von Kirche und Theologie. Was verlieren wir dabei? Wo kann sich die Theologie heute noch einbringen? Um diese Fragen zu beantworten, bittet Engeler in ihr wenige Schritte entferntes Büro im Theologischen Seminar. Dieses befindet sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Chorherrenstifts. Dorthin verlegten die Gelehrten ihre Bibelstunden nach einiger Zeit. Denn die «Prophezey» koppelte sich immer mehr vom anschliessenden Gottesdienst ab. Ausserdem war es im Chor des Grossmünsters im Winter richtig kalt – da kam den Gelehrten die «Chorherrenstube», der einzige beheizbare Raum weit und breit, gerade recht. Noch heute gibt es im Stift einen Kreuzgang, doch der Bau ist mehrheitlich nicht mehr original. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Grossmünsterstift abgebrochen und durch den Neubau einer Mädchenschule ersetzt. In ebendiesem Kreuzgang bleibt Engeler kurz vor einem Druck an der Wand stehen, der Zürich im Jahr 1576 zeigt. «Wie klein die Stadt damals war», sagt sie und zeigt auf den Ort, wo sich heute das Hauptgebäude der Universität Zürich befindet – ausserhalb der Stadtmauer. Der Standort des heutigen Hauptbahnhofs befindet sich am äussersten Rand der Karte. Als sie schliesslich auf ihrem Bürostuhl sitzt, sagt Engeler: «Die Bedeutung von Religionen nimmt nicht ab.» Sie denkt kurz nach, erwähnt die Entwicklungen in den USA und andernorts auf der Welt, wo Fundamentale mehr denn je das Sagen haben, und präzisiert: «Vielleicht kann man sagen: Die Bedeutung reflektierter Religion nimmt ab.» Sie sieht viele Themen, wo sich Theologinnen einbringen könnten. «Denn den Glauben an irgendwas wird es immer geben.» In ihrer Rolle als Kirchenhistorikerin könne sie dazu beitragen, zu verstehen, warum wir sind, wer wir sind. «Unsere Gesellschaft ist massgeblich vom Christentum geprägt. Und das Bedürfnis nach Sinndeutung ist heute genauso sehr vorhanden wie früher.» Eine wichtige Aufgabe von Theologie für die Gesellschaft sieht Engeler darin, ideologiekritisch zu sein. «Wir müssen uns bewusst sein, dass wir immer falschliegen können. Auch wenn wir heute noch so sicher sind, dass beispielsweise Aufrüstung das Richtige ist. In 100 Jahren wird man vieles, was wir heute tun und was wir ehrlich und redlich für das Beste halten, ganz anders beurteilen.»
Unsere Gesellschaft ist massgeblich vom Christentum geprägt. Das Bedürfnis nach Sinndeutung ist heute genauso vorhanden wie früher.
Judith Engeler, Theologin
Götter als moralische Instanzen Zur Frage, was die Theologie der Gesellschaft heute noch zu sagen hat, hat auch Konrad Schmid einiges zu sagen. Der UZH-Professor ist Vorsteher des Theologischen Seminars und einer der renommiertesten Theologen der Schweiz. Schmid beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie der Glaube an eine höhere Macht zu einem zentralen Faktor für die Ordnung der Gesellschaft wurde. Ein von ihm initiiertes und von der EU gefördertes Forschungsprojekt trägt den Titel «How God became a lawgiver». Schmid sagt: «Wir fragen uns, wie es überhaupt dazu kam, dass Menschen nicht nur an Götter glaubten, die Blitze vom Himmel schickten oder die Erde beben liessen, sondern auch an Götter als moralische und rechtliche Instanzen.» So gibt es im Alten Testament auch zahlreiche juristische Passagen, die als Gottesrecht präsentiert werden. Zum Beispiel wird im zweiten Buch Mose die Todesstrafe erwähnt: «Wer einen Menschen schlägt, so dass er stirbt, muss getötet werden.» Aber auch ganz banale Vergehen werden geschildert und Strafen vorgeschlagen: «Wenn jemand eine Zisterne offen lässt (…) und es fällt ein Rind oder ein Esel hinein, muss der Besitzer der Zisterne Ersatz leisten. Er muss dem Besitzer des Tieres Geld erstatten, das tote Tier aber gehört ihm.» «Die Bibel ist ein altes Buch», sagt Schmid, «das sollte man nie vergessen. In Teilen ist sie patriarchal, xenophob, sexistisch. Auf jeden Fall nicht politisch korrekt.» Ihre Schriften müssen deshalb historisch und kritisch gelesen werden, da sie in eine vergangene, nicht in unsere Zeit hineinsprechen. Warum sollten wir uns heute noch mit der Bibel und der Religion beschäftigen? Zum einen gehe vergessen, dass schweizweit nach wie vor mehr Menschen am Sonntag in Gottesdienste gehen als zu manchem Vereinsanlass, so Schmid. Zum anderen sagt er: «Alle Menschen sind im weiteren Sinne religiös.» Er begründet dies damit, dass «niemand darum herumkommt, sich mit zwei fundamentalen geistigen Herausforderungen zu beschäftigen.» Erstens: unsere Endlichkeit. Zweitens: die Zufälligkeit unserer Existenz. «Alle werden sterben. Und niemand kann sich aussuchen, ob er im dritten Jahrhundert in Afrika oder im 20. Jahrhundert in der Schweiz auf die Welt kommt.» Mit diesen beiden Fragen, die unsere Kultur massgeblich geprägt hätten, beschäftige sich die Theologie. «Und wer über dies Fragen nachdenkt, denkt im Grunde religiös», so Schmid.
Wir Menschen sind viel stärker von dem geprägt, was wir nicht kontrollieren können, als von dem, was in unserer Macht steht.»
Konrad Schmid, Theologe
«Geistige Verwahrlosung» Auch Schmids Büro befindet sich im ehemaligen Grossmünsterstift, auf der diagonal gegenüberliegenden Seite des Kreuzgangs. Zur Frage, was die Theologie zu aktuellen politischen Debatten beitragen kann, sagt der UZH-Professor: «Ein Auftrag von Theologen ist es, Schindludereien zu entlarven, die mit Religion getrieben werden.» Als solche bezeichnet er beispiels-weise das unter amerikanischen Evangelikalen verbreitete «Prosperity Gospel», das sogenannte Wohlstandsevangelium, wonach Reichtum ein Zeichen für Gottes Erwählung sei. «Während sich die Debatten um ökonomische Fragen drehen, sehe ich vor allem geistige Verwahrlosung in einem Land, das nur mehr das Recht des Stärkeren durchsetzen will», sagt Schmid. Konrad Schmid ist keiner, der sich im Kleinklein von theologischem Fachwissen verliert. Wenn er spricht, zeichnet er immer auch das ganz grosse Bild mit. Als der emeritierte UZH-Professor Carel van Schaik und Kai Michel vor einigen Jahren mit ihrem Buch «Das Tagebuch der Menschheit: Was die Bibel über unsere Evolution verrät» durch die Schweiz tourten, war er es, der die Debatte mit dem Anthropologen und dem Historiker um das Erbe der Bibel aufnahm. Wie Engeler sieht Schmid eine Funktion der Theologie auch in der Ideologiekritik. Er beschreibt sie mit der «Ethik des Vorletzten», die der Theologe und Nazi-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer geprägt hatte. Unsere Welt sei nur das Vorletzte, so die Idee. Das Letzte hingegen sei eine Wahrheit, die nicht in unseren Händen liegt – was Religionen als gottgemacht bezeichnen. «Wir Menschen sind viel stärker von dem geprägt, was wir nicht kontrollieren können, als von dem, was in unserer Macht steht», so Schmid. Entsprechend könne niemand sagen, was das Letztgültige ist. «Wir wissen es nicht besser.» Nirgends sonst als in diesem Punkt werde die Theologie derart missverstanden, fährt er fort. Er erwähnt als Beispiel die Präambel der Bundesverfassung. Diese beginnt mit den Worten: «Im Namen Gottes des Allmächtigen». Immer wieder komme der Vorschlag, die Präambel sei zu streichen, weil sie in der heutigen, säkularen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäss sei – Gott habe in der Verfassung nichts zu suchen. «Dabei weist der Satz darauf hin, dass die Verfassung von Menschen und eben nicht von Göttern geschrieben ist. Dass wir eben nicht über die letzte Wahrheit verfügen.» Dass die Bundesverfassung mit Gott beginnt, zeigt nicht nur, wie stark unsere Gesellschaft vom Christentum geprägt ist. Es bringt Konrad Schmid auch auf einen weiteren Gedanken: Sind die Kirchen hierzulande vielleicht auch darum auf dem Rückmarsch, weil ihre Funktion für die Gesellschaft längst erfüllt ist? «In der Bundesverfassung stehen Sätze wie ‹Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen›. Wenn es so ist, dass die Werte des Christentums im Staat aufgegangen sind, ja dann ist der Rückgang der Kirche für sich genommen keine Katastrophe.»
Inspiriert ist dieses Prinzip von folgendem Bild aus der KEZO-Zeitung, September 2024.
Quelle: KEZO-Zeitung, September 2024
Zudem vom folgenden Text aus Buch Fachkunde Metall vom Europa-Lehrmittel Verlag.
Im Umweltschutz gilt für den Umgang mit Schadstoffen eine Rangfolge der Massnahmen: Möglichst vermeiden – Mengen vermindern – mehrfach verwenden – den Rest sachgerecht entsorgen.
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM präsentiert Geschichten aus dem digitalen Alltag in Form von Comics. Diese alle Informationen sind unter https://www.websters.swiss zu finden. Die PDF wie auch gedruckte Hefte können gratis bestellt werden. Direktlinks zu den verschidenen Heften/Season.
Die Grafik nützt vielleicht, zu erkennen auf welcher Stufe wir aktuell sind und was der nächste Schritt beziehungsweise die nächsten Schritte sind um etwas zu schaffen. Zum Beispiel kann dies auf den Vorgang um etwas Neues zu lernen angewendet werden.
Quelle: https://www.pinterest.ch/pin/653162752187370818/ aufgerufen am 9.8.2023
Wikiracing ist ein unterhaltsames Spiel, welches die Online-Enzyklopädie Wikipedia als Spielfeld nutzt. Dabei geht es darum, durch geschicktes Navigieren über die in den Artikeln enthaltenen Links zu anderen Artikeln zu gelangen. Dieses Spiel bietet verschiedene Varianten, wobei Speed Wiki und Click Wiki die am häufigsten gespielten sind. Weitere Informationen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Spiele/Wikirace
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7d/Vom_Eichh%C3%B6rnchen_zur_Camsdorfer_Br%C3%BCcke_-_Beispiel_einer_Wikirace.pdf aufgerufen am 9.8.2023
Die Geschichte von „Anneli“ aus dem Tösstal als Hörspiel von srf in vier Teilen ist unter den nachfolgenden Links zu finden.
Quelle; https://www.zeit-fragen.ch/fileadmin/processed/3/4/csm_BT-Olga_Meyer-Anneli_beidseitig_5aec726c67.jpg aufgerufen am 28.07.2023
Das «Tösstaler Anneli» ist wohl das berühmteste Mädchen der Schweizer Jugendbuchliteratur nach Johanna Spyris «Heidi». Das aufgeweckte, krausköpfige Anneli erlebt die Frühindustrialisierung vor rund 150 Jahren im abgelegenen Tösstal im Kanton Zürich.
Die gewaltige Überschwemmung der Töss steckt den Menschen noch tief in den Knochen. Häuser, Strassen und Brücken liegen in Trümmern. Nur langsam finden die Turbenthaler wieder zurück in den Alltag.
Anneli arbeitet als Aufsteckerin in der Spinnerei-Fabrik. Von morgens sechs bis abends um acht. Einziger Lichtblick im tristen Tösstaler Fabrikalltag ist Meieli, die Tochter des Schuhmachers, mit der sich Anneli anfreundet. Und die Schule! Denn an zwei Vormittagen besucht sie die «Repetierschule».
Die Fabrikarbeit raubt Anneli Lüssi alle Kraft und den letzten Rest Lebenswillen. Entschlossen nimmt Annelis Grossmutter, das «Chrämer-Anni», nun das Heft in die Hand. Mit ihrer Hilfe findet Anneli den Weg in eine lebenswerte Zukunft.
Der DOK Film „Leben bei 50 Grad„, erzählt verschiedene Geschichten von Menschen, die in extrem heissen Regionen leben. In diesen Gebieten kämpfen sie mit beeindruckender Einfallsreichtum und aussergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit ums Überleben.
Männer die nach Suche nach Wasser sehr tief graben müssen bei extremen Temperaturen. Quelle: https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/2cf1119c-44ec-4a08-bde4-6d1ffbb26cce bei 10:46
Eine betroffene Person wird gefragt: Was sagen sie zur Trockenheit? Seine Antwort, siehe Zitat.
Es mag seltsam klingen. Doch die Erde ist wertvoller als der Sohn. Vielleicht sogar wichtiger als Kinder.
Die Begriffe Evolution und Revolution sind nah beieinander. Beide frühen von einem aktuellen Zustand zu einem Neuen. Die Art des Weges ist jedoch komplett unterschiedlich:
Evolution > Schrittweise, weiterentwickeln auf der aktuellen Basis.
Revolution > Radikal, Abschaffung und etwas Neues starten.
Die bewegende Geschichte von Amine verfilmt in einem Dokumentarfilm. Zu sehen via folgendem Link.
Anzeigebild von SRF Quelle: www.srf.ch aufgerufen am 14.05.2023
Nachfolgend der Text von SRF:
Amine Diare Conde ist Initiant einer gratis Essensverteilung. Der 22-Jährige setzt sich ein für Menschen, die noch weniger haben als er. Er arbeitet ehrenamtlich, trotz mehrmaliger Abweisung und offenem Asylverfahren. In der wenigen Zeit, die ihm bleibt, kämpft er für seine Zukunft in der Schweiz.
Mit 15 Jahren verlässt Amine Diare Conde das diktatorisch regierte Guinea mithilfe von Schleppern. Seine Flucht führt durch die Sahara nach Marokko, wo er drei Monate im Wald lebt. Wenn der Tag beginnt, weiss er oft nicht, ob er etwas essen wird. Seine Gefährten und er wollen mit einem Gummiboot in die spanische Enklave Mellila gelangen. Der fünfte Versuch gelingt. Irgendwann strandet Amine in Barcelona, wo er zufällig einen Schweizer trifft, der ihn in einer «Nacht-und-Nebel-Aktion» nach Genf fährt. In die Schweiz, wo er nie hinwollte. 2020 ist Amine Diare Conde keineswegs am Ziel, aber hierzulande der wohl bekannteste Asylbewerber. Schon eine Woche nach dem Lockdown startet er die Aktion «Essen für alle» und wird zu einem der Helden der Coronakrise. Obwohl er sich selbst am Existenzminium durchschlagen muss, hilft er Menschen, die noch weniger haben als er. Er erträgt es nicht, wenn Menschen hungern. An der Autonomen Schule in Zürich verteilt er Woche für Woche 2000 Essenstaschen. Zusammen mit einer Fundraiserin sammelt er über eine Viertelmillion Franken Spendengelder. Seine Hilfe brauchen die Sans Papiers, Obdachlosen und einkommensschwachen Menschen in Zürich dringend. Amine baut ein Netz von 100 freiwilligen Helfenden auf, die Essen beschaffen und verteilen. Bis heute jeden Samstag und seit dem Ausbruch des Krieges in Europa auch an Geflüchtete aus der Ukraine. Die Zeitungen berichten reihenweise. Amine wird für den «prix courage 2020» nominiert und von der damaligen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zur 1. August-Feier auf das Rütli eingeladen. Es grenzt an ein Wunder, dass Amine überhaupt noch in der Schweiz ist. Seit seiner Ankunft 2014 erhält er vier negative Bescheide der Schweizer Behörden. Die erste Ablehnung erschüttert ihn. Amine will zwischenzeitlich nicht mehr leben, gerät auf die schiefe Bahn, dealt kurze Zeit mit Kokain und wird erwischt. Er fällt in ein tiefes Loch und kämpft sich wieder aus dem Abgrund. Die Hoffnung lebt – immer weiter. Sein Härtefallgesuch wird vom Kanton Zürich gutgeheissen. Und alles scheint immer noch möglich: eine provisorische Aufenthaltsbewilligung und sogar das grosse Ziel, in der Schweiz eine Ausbildung anzufangen.
Die ETH Zürich präsentiert eine Videoserie über kritisch Konzepte für Lehrende an der ETH, siehe Link. Zu folgenden Themen hat es jeweils eine Zusammenfass und Film:
Threshold Concepts – Why learning new things can be (extremely) troublesome
Feedback – or feed back?
My role(s) as teacher
Learning Golals
Portal – How to start a course lecture?
Ein Beispiel aus der Liste ist das Thema „Why we need to fail more often“. Es zeigt weshalb Gaming uns erlaubt immer wieder zu scheitern und dies als produktives Scheitern umwandeln können.
Gesprochener Text im Film: Wir alle haben Vorurteile. Da sind die, die in der Vergangenheit leben. Und die, die ihre Zukunft nicht auf die Reihe kriegen. und die anderen machen uns ständig Vorschriften. Manche erledigen die Arbeit, für die wir uns zu gut sind und andere wollen offenbar gar nicht arbeiten. Wir alle bewegen uns in Gruppen manche suchen wir uns selbst aus, in andere werden wir hineingeworfen und es sieht ganz so aus, als hätten wir nicht viel gemeinsam. Wir werden ihnen jetzt ein paar Fragen stellen. Bitte antworten Sie so ehrlich wie möglich. Jeder hat die Zeit zu überlegen und nachzudenken. Wer von Ihnen hat ein Tattoo? Manchmal verbinden uns Kleinigkeiten. Wer würde gerne am Meer leben? Wer spielt gerne FIFA? Wir teilen persönliche Erfahrungen Wer hat vor kurzem jemandem verloren, den Sie geliebt haben? Wer hatte schon mal Probleme mit der Polizei? Manchmal braucht es Mut, um zu bekennen, was wir teilen. Wer hat schon mal gesehen, dass jemand Hilfe braucht, aber hat nicht geholfen? Wenn wir einander kennenlernen, sehen wir, wie viel uns verbindet. Wer hat vor, heute noch jemanden zu küssen? Wir, die an ein Leben nach dem Tod glauben. Wir, die wir uns bei der nächsten Klimaschutzdemo treffen. Wir, die gerne mit dem Rauchen aufhören wollen. Und wir, die bei König der Löwen geweint haben. Es gibt aber auch Zugehörigkeiten und Erfahrungen, die unser Leben zu bestimmen scheinen. Wer ist im Alltag auf Hilfe angewiesen? Bleiben sie bitte kurz stehen. Ich möchte jetzt eine zusätzliche Frage stellen. Wenn wir andere Fragen stellen, können wir Erfahrungen teilen. Wer weiss, wie es ist, wenn man nicht selbstständig entscheiden kann? Wir können zuhören und einander beistehen Wer wurde schon einmal aufgrund seiner Religion oder seine Hautfarbe in der Öffentlichkeit beschimpft? Und wer kennt das Gefühl, öffentlich blossgestellt zu werden? und wir können für gemeinsame Anliegeneintreten. Wer hat schon mal die Miete nicht zahlen können? Wer fände es wichtig, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat? Die wichtigsten Fragen sind die, die uns zueinander führen. Fragen, die ein Gespräch ermöglichen die uns voneinander lernen lassen, damit wir uns gemeinsam um das kümmern, was wir im Grunde alle brauchen Das Gefühl, wo daheim zu sein. Eine Umwelt, die uns verträgt. Verständnis für die Probleme anderer. Eine gemeinsame Zukunft. Eine Zukunft, in der wir Unterschiede als Vielfalt begreifen und anderen mit Interesse und Respekt begegnen.
Die ETH-Bibliothek stelle eine Vielzahl von Bilder online zur Verfügung. Damit lässt sich zum Beispiel in vergangene Zeiten eingetaucht, wie das nachfolgende Bild der Maschinenfabrik Rüti zeigt. Hilfreich ist dabei, dass der Bildnachweis auch gerade herauskopiert werden kann.
Der Tag der Freiwilligen findet am 5.12.2022 statt. Informationen dazu befinden sich unter https://www.freiwillig.ch. Unter anderem können Statements erfasst werden um so die Freiwilligenarbeit fassbarer zu machen. Eine solches Bild der persönlichen Botschaft kann unter https://www.freiwillig.ch erstellt werden.
Das Metaphorische Lernen stellt die JUBLA auf ihrer Webseite vor und dieser Beitrag hier stammt fast ganz von der Webseite der JUBLA. Die Modelle des metaphorischen Lernens aus der Erlebnispädagogik gehen von der Überlegung aus, dass die Leitung durch eine genaue Analyse der Rahmenbedingungen ein Erlebnis plant, das die Teilnehmenden schliesslich zu den gesetzten Zielen führt. Die gemachten Erfahrungen werden durch eine Reflexion für den Alltag aufbereitet. Dieses Modell kann sowohl im Scharalltag, als auch für Kursaktivitäten genutzt werden.
Die Ausgangsituation wird untersucht und die Lernziele und Lerninhalte festgelegt. Es werden Fragen behandelt wie zum Beispiel «Was sind die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Teilnehmenden?», «Was braucht die Gruppe?» oder «Welche Ressourcen sind vorhanden?»
Gestaltung (Erlebnis)
Das Erlebnis wird so gestaltet, dass die definierten Ziele erreicht werden können. Ein Erlebnis ist etwas Besonderes, nicht Alltägliches. So wird ein Ereignis zum Erlebnis. z.B. Seilpark, einfache Wanderung, mehrtägige Unternehmung oder ein Pioniertag.
Reflexion (Erfahrung)
Während des Erlebnisses sowie am Schluss sind Momente der Reflexion notwendig, um den Wissenszuwachs der Teilnehmenden aufzuzeigen, zu festigen und zu überprüfen. Ohne Reflexion bleibt das Erlebnis nur eine spannende Erfahrung ohne Erkenntnisgewinn. Es werden Fragen behandelt wie zum Beispiel «Wie erging es dir während des Erlebnisses?», «Was hat dich überrascht?», «Was hat dich gefreut?» oder «Wie hast du die Gruppe erlebt?».
Transfer in Alltag (Erkenntnis)
Kurse sind in der Regel Modellsituationen des Schar- und Lageralltags. Es ist daher wichtig, Transferüberlegungen in den Alltag mit echten Mitleitenden und Kindern zu machen. So wird sichergestellt, dass das neue Wissen auch im Alltag angewendet werden kann. Fragen wie «Wie kannst du das Erlebte im Alltag anwenden?» oder «Was nimmst du für den Alltag mit?» werden hier thematisiert.
Im heutigen familylife FIVE, eine Art wöchentlicher Newsletter, hatte es ein wunderbares Zitat drin.
„Ich träume von gesunden Beziehungen, in welchen sich Partner nicht gegenseitig Energie rauben, sondern einander ermutigen, wertschätzen und anfeuern.“
Marc Bareth
Ich kann familylife FIVE nur empfehlen mit den wunderbaren Gedankenanstössen für Beziehungen. Sie lassen sich individuell oder eben auch als Paar wunderbar lesen und diskutieren.
Movetia ist die Nationale Argentur für Austausch und Mobilität. Ihre Vision ist es, dass alle Jugendliche im Verlaufe ihrer Ausbildung zumindest einmal an einem längeren dauernden Austausch- und Mobilitätsprojekt teilnehmen.
Im multilingualen Podcast werden verschiedene Themen besprochen zum Beispiel in der Episode #8 Kooperation. Multilingual tönt spannend und ist es auch, reinhören lohnt sich schon deshalb. Link zum Podcast von Movetia
Das selbstgesteuerte Lernen dominiert den didaktischen Diskurs. Doch lernen wir nicht auch über das Vorgezeigte, über das Mitmachen und das Nachmachen? Gedanken zu einer verpönten Urform der Pädagogik von Condorcet-Autor Carl Bossard.
«machs na» («mach es nach») – Inschrift an einem Pfeiler des Berner Münsters Foto: Xxlstier/Wikimedia
Er war gewiss ein selbstbewusster Künstler und wusste, dass er etwas konnte: der Bildhauer und Baumeister Erhart Küng (ca. 1420-1507). Als Steinmetz kam er um 1455 nach Bern; schon bald zeichnete er als Werkbaumeister am Neubau des Berner Münsters verantwortlich. Eindrücklich noch heute seine Skulpturengruppe mit den «Jüngsten Gericht» am mittleren Westportal. Und von ihm stammt wohl auch die stolze Inschrifttafel am Strebepfeiler bei der Schultheissenpforte; sie ist in Stein gemeisselt und zeugt, vielleicht ein wenig protzig, von seinem künstlerischen Können: «machs na» («mach es nach»).[i]
«Ich zeige es dir; versuch‘s nun selber! »
Sie überrascht nicht, die Position zwei von Vorzeigen und Nachmachen bei den zwölf Grundformen in Aeblis «Allgemeiner Didaktik». Der methodische Imperativ «machs na» gehört, geschwollen ausgedrückt, zu den anthropologischen und lerntheoretischen Grundkonstanten. Wie lernt der junge Mensch sprechen? Ohne das Vorbild der menschlichen Sprache ist dieser anspruchsvolle Lernprozess nicht möglich. Oder welch ungeahnter Wert liegt im Erzählen von Märchen und im Vorlesen von Geschichten fürs spätere Selberlesen! Und wie kommt das kleine Kind zum Schuh-Binden? Schau, ich zeig’s dir; versuche es nun selber! Das Kind beobachtet, wie es funktioniert, und macht es nach – am Anfang vielleicht noch mit Hilfen. Es probiert, immer und immer wieder!
Vom notwendigen und systematischen Anleiten
Das Gleiche gilt für die Schule. Im Instrumentalunterricht ist das Vormachen gang und gäbe; oder beispielsweise im Fach Angewandte Gestaltung: Hier zeigt der Lehrer hilfreiche Handgriffe vor – und öffnet so die Tür zur Welt des Selbermachens – über die Prozesse des Anschauens, Nachdenkens, Problemlösens. Fundamental ist das eigene Tun der Lernenden. Ebenso grundlegend und notwendig aber bleibt die systematische Anleitung durch eine kompetente Pädagogin, einen versierten Lehrmeister.
Wenn es um den Erwerb von Fertigkeiten und Arbeitstechniken geht, spielen das Vorzeigen und „Vor-Handeln“ eine eminent wichtige Rolle. In allen Fächern. Die Lehrerin wirkt durch das, was sie kann und indem sie es auch vorzeigt und erklärt: im Französischunterricht das Bilden bestimmter Laute wie des stimmhaften «S», im Englischen des «Th». In den Sportlektionen ist es das Demonstrieren eines Tanzschritts oder eines Weitsprungs. Der Lehrer wirkt auch, indem er eine Matheaufgabe sprechdenkend löst, eine Textpassage selber eloquent vorträgt, den Zeichenstift persönlich ergreift. All das gehört zu seinem lernwirksamen und natürlichen Methodenrepertoire.
Zeigen als didaktisches Minimum
Es erstaunt darum, wie wenig Wert in der heutigen Pädagogik und Didaktik dem Vorzeigen beigemessen wird. Vormachen sei lehrerzentriert und direktiv, wird argumentiert – und wenig kreativ. Es dominiert der Kreativitätsimperativ. Das Kind müsse am besten alles selber entdecken – spielerisch und «aus sich selbst heraus», heisst es. Sogar das Alphabet wird an gewissen Orten so gelernt, das Schreiben sowieso. Wie wenn’s kein Vorzeigen und Anleiten und Nachmachen als direkteste Form des Automatisierens von Fertigkeiten gäbe! Ob sich hier ein Zusammenhang ergibt mit den schwächer gewordenen PISA-Ergebnissen im Fach Deutsch?
Wie ganz anders tönen die Botschaften renommierter Bildungsforscher! Das massgebende pädagogische Können sei die Zeigekompetenz, schreibt der deutsche Erziehungswissenschaftler Klaus Prange. Und er fügt bei: «Das ist sozusagen das didaktische Minimum […].»[iii] Plausibel tönt das, und es leuchtet ein, denn die elementarste Form natürlicher Pädagogik liege in der Demonstration. Davon ist der amerikanische Evolutionsbiologe Michael Tomasello zutiefst überzeugt: «Man zeigt jemanden, wie etwas gemacht wird, indem man es entweder unmittelbar tut oder auf irgendeine Weise pantomimisch darstellt. Und wie die Kommunikation wird die Handlung nicht um ihrer selbst willen vollzogen, sondern zum Vorteil des Beobachters oder des Lernenden.»[iv]
«Machs na» als notwendiges Korrektiv
Das meinte vielleicht der Steinmetz Erhart Küng. Er konnte etwas, und er zeigte es vor; «machs na» verkündet er vom Berner Münster in steinernen Lettern weit ins Land hinaus. Bis heute hat dieser Imperativ nichts von seinem Wert verloren – auch in der Schule nicht.
«Machs na» ist nicht nur eine Urform des Lernens; sie könnte ein methodisches Korrektiv zum heute gar stark gewichteten selbstgesteuerten Lernen sein. Dies im Wissen, dass Vorzeigen und Nachmachen zwar eine sehr wichtige, aber doch nur eine von vielen Methoden darstellt.
[i] Zu sehen ist eine Kopie; das Original befindet sich im Bernischen Historischen Museum.
[ii] Hans Aebli (2011), Zwölf Grundformen des Lehrens Eine Allgemeine Didaktik auf psychologischer Grundlage. Medien und Inhalte didaktischer Kommunikation, der Lernzyklus. 14. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta, S. 65ff.
[iii] Klaus Prange (2012, Die Zeigestruktur der Erziehung. Grundriss der Operativen Pädagogik. 2. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh, S. 78.
[iv] Michael Tomasello (2014), Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 96.
Die beiden Gehirnhälften haben unterschiedliche Stärken. Aktiviere beide indem verschiedene Aktivitäten durchgeführt wie zum Beispiel von SuDoKu oder musizieren.
Das Bundesratsfoto 2022 zeigt ein vielfältiges und verbundenes Land. Grundlage ist das Schweizer Schienennetz der SBB und darauf kamen digital die einzelnen Bundesräte. Es sei auch wichtiger zu sagen was uns verbinde und nicht was uns trenne sagt Bundesrat Ignazio Cassis.
Titelbild der Beilage der WOZ Quelle: PDF aufgerufen am 29.12.2021
Ein paar Auszüge daraus:
Datenhungrige Konzerne sind so mächtig wie nie zuvor. Darum braucht es unbedingt Alternativen. Sie alle helfen, unsere Privatsphäre besser zu schützen und die Hoheit über unsere Daten zurückzugewinnen.
Datensparsamkeit: Weniger ist mehr. Daten, die nicht ins Netz gelangen, brauchen erst gar nicht geschützt zu werden.
So nützlich die Dienste der Giganten auch sind: Sie haben eine Macht entwickelt, die sowohl wirtschaftlich als auch demokratische bedenklich ist.
Profile auf sozialen Netzwerken sind für BetrügerInnen dankbare Quellen, um an Passworthinweise zu gelangen (Name des Haustiers, Zitat der Liebingsband.
Vom Browser und seinen Einstellung hängt ab, welche Spuren wir auf dem einzelnen Websites hinterlassen
S grööschte Gschänk vo de Wienacht Liit nöd underem Chrischtbaum da Es isch nöd iipackt in Papier Kei Bändel und keis Chäärtli draa Es häts niemert gchauft und niemert gmacht S isch gliich s Grööscht vo de Wienacht S isch gliich s Grööscht vo de Wienacht
S grööschte Gschänk vo de Wienacht Ghöört nöd öpperem elei Es isch au nöd nur a eim Ort Es isch bi allne Lüt dihei Ja s grööschte Gschänk hät Gott ois gmacht A de eerschte Wienacht De Jesus hät er zu ois glaa Dass mir chönd Froid und Friede haa
Es gibt vieles was komplex ist. Oftmals sind es Dinge die über die Zeit gewachsen sind. Es ist nicht einfach diese Dinge zu vereinfachen. Steve Jobs sagte dazu:
Simple can be harder than complex: You have to work hard to get your thinking clean to make it simple. But it’s worth it in the end because once you get there, you can move mountains.
Sich an Verhaltensgrundsätzen zu orientieren ist wohl jederzeit sinnvoll. Ob im Sport, Klassenzimmer, Familie oder anderen Orten, diese können helfen eine gemeinsame Grundlage vom Zusammenleben zu schaffen. Jugend und Sport (J+S) hat Verhaltensgrundsätze in der Aus- und Weiterbildung zusammengestellt und in der nachfolgenden Abbildung visualisiert.
Offenheit gegenüber neuem, anderen Meinungen und Mitmenschen
Vorbild sein in der Sucht- und Dopingprävention
Nebst den Verhaltensgrundsätzen vom Zusammenlegen, ist es wohl auch bereichernd sich zu überlegen nach welchen Verhaltensgrundsätzen jeder selbst handelt. Ich ermutige dich zu überlegen und visualisieren, was deine Verhaltensgrundsätze sind.
Der Film „Bewegung ist Leben“ ist inspirierend und ermutigen sich zu Bewegen und anderen Bewegung zu ermöglichen. Der Film gibt es in verschiedensten Sprachen im YouTube-Kanal unter folgendem https://www.youtube.com/playlist?list=PLA3FEBBFCCDCE20B4 und kann so auch gut geteilt werden. Ich wünsche viel Freude beim Film und natürlich auch Bewegen.
Quelle: Bewegung ist Leben, https://youtu.be/jQzi-4CjNFI aufgerufen am 8.12.2021
Das folgende Bild spricht für sich. Es hat genug für alle, es braucht einen Dialog zwischen zwei (oder mehreren), so dass eine gute Zusammenarbeit entstehen kann bei Herausforderungen.
Feedback in der Lehre bedeutet nicht nur, dass Dozierende Feedback an Studierende oder Teilnehmende geben. Feedback in der Lehre meint auch, dass Dozierende ihre Lernenden nach Rückmeldungen zum Lernprozess fragen und damit Anregungen für Veränderung und Entwicklung hin zu guter Lehre einholen. Wie man Feedback in Lehre wirksam gestaltet, zeigt ein Webinar des ZLLF.
«Der Fehler, den ich machte, war, in Feedback etwas zu sehen was die Lehrpersonen den Lernenden geben. (…) Erst als ich entdeckt habe, dass Feedback besonders wirksam ist, wenn es der Lehrperson von den Lernenden gegeben wird, begann ich, es besser zu verstehen. Wenn Lehrpersonen Feedback von den Lernenden einfordern – oder zumindest offen sind gegenüber dem, was Lernende wissen, was sie verstehen, wo sie Fehler machen, wo sie falsche Vorstellungen haben, wo es ihnen an Engagement mangelt – dann können Lehren und Lernen miteinander synchronisiert werden und wirksam sein. Feedback an die Lehrpersonen hilft, das Lernen sichtbar zu machen.» (Hattie, 2014a, S. 206). Damit formuliert Hattie anschaulich, wie Feedback der Lernenden Dozierenden Einblick gibt, was bei den Lernenden ankommt. Mit dem Abgleich beider Perspektiven werden blinde Flecken offengelegt, Stärken zur besseren Nutzung angesprochen und Schwächen zur Minimierung erkannt. Als kooperative Unterrichtsentwicklung verstanden, kann dies Dozierende entlasten und Raum für Kommunikation über Lernen, den eigenen Lernprozess schaffen; eine Feedbackkultur kann entstehen. Gleichzeitig sensibilisiert dieses Feedback Lernende und Dozierende für die Heterogenität der Lerngruppe (Helmke, 2012, S. 286).
Problematik hinter Feedback
Fragen Dozierende Lernende nach Feedback, sollte ihnen die asymmetrische Beziehung bewusst sein. Über eine möglicherweise noch offene Bewertung besteht eine Abhängigkeit, die bei der feedbackgebenden Person zu einem Dilemma führen kann; gebe ich ein offenes, ehrliches Feedback oder sage ich mit Blick auf die Bewertung nur, was eh von mir erwartet wird (Arn, 2016, S. 206). Feedback hat Sprengkraft, v.a. wenn es negative Aspekte beinhaltet. Da Lernende das Handeln Dozierender meist kritischer bewerten und über noch wenig ausgeprägte professionelle Feedback-Kompetenz verfügen, kann Feedback belastend erlebt werden. Ungeschicktes, unhöfliches oder gar verletzend formuliertes Feedback zerstört jegliche Änderungsmotivation (Wahl, 2006, S. 90). Daher sollte Feedback immer zu konkreten Punkten, z.B. ob die Arbeitsanweisung verständlich oder ob die Arbeitszeit ausreichend war, erfragt werden. Eine Vergewisserungsphase mit einer Murmelgruppe zum schnellen Austausch der Lernenden untereinander lässt Lernende die eigene Wahrnehmung abgleichen und führt zu einem realistischeren Feedback (Arn, 2016, S. 207).
Intuition und explizites Feedback
Als Beziehungswesen nehmen wir Menschen instinktiv nonverbale Signale auf und interpretieren diese. Auch wenn wir uns auf diese intuitive Einschätzung verlassen können, muss uns gleichzeitig bewusst sein, dass diese Intuition auch falsch sein könnte und mit einer aktiven, expliziten Feedbackkommunikation überprüft werden sollte (Arn, 2016, S. 211f.). Grundsätzlich sollte nur erfragt werden, was auch wirklich interessiert und relevant ist, um zu verstehen, wo die Studierenden im Lernprozess stehen. Um dem immer wieder entstehenden Gefühl von «schon wieder Feedback» oder «Feedback nervt» entgegenzuwirken, müssen die Studierenden/die Teilnehmenden merken, dass man sich wirklich für ihre Rückmeldungen interessiert und damit etwas verändern möchte. Daher sollte z.B. bei schriftlichem Feedback eingangs erklärt werden, was interessiert und was mit den erhobenen Daten passiert (Arn, 2016, S. 212f.).
Voraussetzung für gelingendes Feedback
Grundsätzlich lässt sich Feedback methodisch in mündliches, schriftliches und plötzliches Feedback unterteilen. Mündliches Feedback kann als schnelles Blitzlicht, Standogramm oder in einer offenen Gesprächsrunde am Ende einer Lerneinheit erfolgen. Zum schriftlichen Feedback zählen Fragebögen, Punkte- oder Skalenabfragen oder auch ein gezeichnetes Stimmungsbarometer. Schriftliches Feedback kann über verschiedene Tools auch digital eingeholt werden. Plötzliches Feedback erhält man mit spontanen Fragen an die Lernenden zu etwas gerade Erlebten oder Erledigten. Verschiedenen Feedbackmethoden, ihre Eignung und Umsetzung beschreibt ein weiterer, in kürze erscheinender Blogbeitrag.
Für Feedback als kommunikativer Akt zwischen zwei Personen (Reimann, 2015, S. 101) ist die entsprechende Haltung wichtiger als die gewählte Methode oder richtige Technik. Studierende bzw. Teilnehmende nehmen wahr, ob man Rückmeldung unabhängig davon, ob als Kritik oder Anregung geäussert, auch wirklich hören möchte. Wirkliches Feedback erhält man nur, wenn man sich dafür interessiert und es auch «ertragen kann. Dafür ist ein positives Verhältnis zu Fehlern und eine positiv gelebte Fehlerkultur mit sich selbst nötig (Arn, 2016, S. 209). «Perfektion zerstört die Beziehung, weil sie unmenschlich macht» oder «Perfektion tut dem Menschen nicht gut», sagt Friedemann Schult von Thun (zit. in Arn, 2016, S. 210). Ein Grund mehr, offen zu seinen Fehlern zu stehen.
Feedback sollte sich immer auf den Lehr-/Lernprozess und nicht auf die Person an sich beziehen. Da es der Auftrag als Dozent*in ist, gut zu lehren (und nicht als Person anzukommen), muss auch das Feedback auf die konsequente Erfüllung dieser Aufgabe fokussieren. Daraus ergeben sich genügend Hinweise für die eigene Person. Feedback heisst also, mit den Studierenden darüber zu reden, was von dem, das man als Dozierende*r macht, zu einem guten Lernen beiträgt, dieses verhindert oder welche Rolle das, was ich als Dozierende*r mache, spielt. Wie gut dient das, was wir tun, den Lernenden für ihr Lernen (Arn, 2016, S. 210f.). Sogenanntes Instant-Feedback gibt gerade im Moment Orientierung und signalisiert den Lernenden, dass man wissen möchte, wo sie gerade stehen (Arn, 2016, S. 220).
Feedback als kontinuierliche Kommunikation
«Eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Studierenden und Dozierenden darüber, welche Aktivitäten für das Lernen der Lernenden hilfreich sind und welche weniger, ist entscheidend für das aktuelle Gelingen von Lernen und Lehren, für die didaktische Weiterentwicklung der Dozierenden und für das «Lernen lernen» der Studierenden…». (Arn, 2016, S. 209) Daher lebt Feedback als kontinuierliche Kommunikation vom fortlaufenden Austausch, wo sich die Lernenden im Lernprozess befinden, was förderlich war und nun neu benötigt wird (Arn, 2016, S. 208). Dies fortlaufend und nicht punktuell zu machen, eröffnet vielfältigere Entwicklungsmöglichkeiten.
Problematisch für Feedback als kontinuierliche Kommunikation ist, dass Lernenden manchmal der Mut fehlt, nach der Lektion die dozierende Person anzusprechen und differenziertes Feedback zu geben. Gleichzeitig fehlt Dozierenden die Bereitschaft, Feedback gerne zu erhalten und konstruktiv aufzunehmen (Arn, 2016, S. 207). Dies liegt wohl daran, dass Feedback, wie oben bereits angesprochen, immer noch eher negativ mit Fehler machen konnotiert ist und weniger mit einer entwicklungsorientierten Haltung. Verzerrende Effekte entstehen aber auch durch die Frage der Studierenden als «Kund*innen» nach ihrer Zufriedenheit (Arn, 2016, S. 207).
Arn, Ch. (2016). Agile Hochschuldidaktik. Weinheim: Beltz Juventa
Hattie, J. (2014a). Lernen sichtbar machen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von Visible Learning besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider
Hattie, J. (2014b). Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von Visible Learning for Teachers besorgt von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider
Helmke, A. (2012). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. Seelze-Velber: Kallmeyer
Reimann, G. (2015). Studientext Didaktisches Design. Universität Hamburg
Wahl, D. (2006). Lernumgebungen erfolgreich gestalten. Vom trägen Wissen zum kompetenten Handeln. Bad Heilbrunn: Klinkhardt
Buchcover: Henning Beck: Irren ist nützlich, Carl Hanser Verlag München Quelle: https://riff.media/images/Hanser-Beck-Irren.jpg?w=1200&h=631&fit=crop-50-50&s=1b84e82c1d81721cd13f5a46dacee6a5 aufgerufen am 19.09.2021
In der Schule ist er so selbstverständlich wie die Löcher im Schweizer Käse: der Rotstift der Lehrperson. Er transportiert eine klare Botschaft: Fehleranzeige! Wichtiger als diese Funktionszuschreibung sind die Rückwirkung auf das Verhalten der Lernenden. Wenn am Ende eines Lernprozesses dessen Erfolg über die Zahl der rot markierten Fehler gemessen wird, dann ist Fehlervermeidung für die Lernenden das oberste Gebot.
Auch dies muss zunächst nicht problematisch sein. Pädagogisch bedenklich wird erst die dahinter liegende Lernhaltung. Das Lernen richtet sich darauf aus, die möglichst eindeutige und richtige Antwort bez. Lösung auf mögliche Prüfungsaufgaben zu identifizieren und diese in der Prüfung zu erinnern und zu reproduzieren. Antworten bzw. Lösungen werden dann nicht kognitiv erarbeitet, sondern memorisiert und gespeichert. Denkrichtungen wie „Warum ist etwas falsch?“ bzw. „Unter welchen Bedingungen könnte es trotzdem richtig sein?“ bleiben in dieser Logik zumeist ausgespart. Dies führt schnurstracks in eine abgepackte, fade Welt von Schule, in der vor lauter Antworten die Frage erstickt werden.
Eine solche Lernhaltung passt nicht zu offenen Problemstellungen aus vielen Lebensbereichen, zu denen häufig keine richtige oder falsche Lösung existiert, sondern „nur“ plausible und nachvollziehbare Begründungen für eine vertretene Lösung gefordert sind. Irren ist nützlich – eine Grundweisheit in vielen Bereichen der gesellschaftlichen und ökonomischen Praxis, offensichtlich aber nur bedingt in der Schule!
Wenn wir keinen Fehler machen, dann bedeutet das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren.
Philip Knight
Sie mögen einwenden, dass Fehlervermeidung auch in der Lebenspraxis unverzichtbar ist. Wer möchte schon in einem Flugzeug steigen, dessen Steuerung von einem Piloten verantwortet wird, der sich tastend und explorativ mit den Möglichkeiten seines Gerätes vertraut macht? Oder sich von einem Chirurgen operieren lassen, der aus seinen Fehlern lernen möchte und daher eine Operation als ein willkommenes Experiment versteht? In vielen Lebensbereichen müssen wir uns darauf verlassen, dass Menschen keine Fehler machen – der GAU von Tschernobyl, eine Explosion der Challenger-Raumfähre oder die vielen täglichen Verkehrsunfälle zeigen uns jedoch, dass Fehler menschlich sind und trotz aller Sicherheitssysteme nicht vermieden werden. Die Beispiele zeigen zugleich, dass es wohl unterschiedliche Fehlerarten gibt – solche, die möglichst zu vermeiden sind, und solche, die für das menschliche Lernen wertvoll sind.
Wertvoll sind Fehler und das Lernen aus ihnen immer dann, wenn subjektiv und objektiv eine Herausforderung (noch) nicht bewältigt werden kann. So ist die Erkenntnisgewinnung in der Wissenschaft nichts anderes als Lernen aus Fehlern. Eine Theorie wird aufgestellt, widerlegt, verfeinert – und häufig erneuert widerlegt. In Nachhinein ist unvorstellbar, wie man glauben konnte, was einmal als eine unverrückbare Wahrheit galt. Die Erde ist eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums – bis Kopernikus, Galileo Galilei und Johannes Kepler diese Theorie durch eine neue ersetzten. Die Luftfahrt ist sicherer geworden, weil die Berichte von zahllosen Zwischenfällen ausgewertet wurden und verstehende Abläufe verändert haben. Lernen erfolgt nicht nur an guten Beispielen, sondern auch an schlechten!
Wenn wir keinen Fehler machen, dann bedeutet das, dass wir nicht genügend neue Dinge ausprobieren. Lernende dürfen keine Angst haben, Fehler zu machen. sonst haben sie Angst, Entscheidungen zu treffen. Lernen aus Fehlern erfordert nicht zuletzt Lehrende, die ihren Blick beim Erkennen von Fehlern nicht primär auf den Rotstift, sondern auf das Lernpotenzial von Fehlern richten. Fehler sind demnach nicht aus dem Lernprozess zu verbannen, sondern als eine hilfreiche Etappe in dessen Ablauf zu nutzen. Seitens der Lehrperson erfordert dies
die Schaffung eines sozialen Klimas und der psychologischen Sicherheit, in der Fehler akzeptiert und zu einem plausiblen Ergebnis geführt werden:;
die Geduld, Fehler von Lernenden geschehen zu lassen;
ein Wissen über typische Fehler von lernenden in jeweiligen Fach;
die Fähigkeit zu lernförderlichen emotional ermutigenden Rückmeldungen bei auftretenden Fehlern.
Der analoge Rotstift mag im digitalen Zeitalter durch andere Formen der Fehleranzeige ersetzt werden – die durch ihn ausgelöste Haltung bei den lernenden ist damit nicht auch schon verschwunden!
Das folgende Bild symbolisiert den „Plan und die Realität“ wunderbar. Zeichne und Beschrifte dein Ausgangspunkt, dein Ziel als Plan. Zu einem späteren Zeitpunkt ist ein Rückblick spannend. Wo gab es „angenehmes Gelände“ und wo hatte es Hindernisse und wie wurden diese überwunden. Visualisiere dein Weg auf welchen du unterwegs bist. Weiterhin viel Erfolg und alles Gute auf deinem Weg.
Sie ist der Meinung, dass mehr über das Thema Umwelt kommuniziert werden muss. Der Inhalt ruft meist Hilflosigkeit aus. Es ist deshalb wichtig bei der Kommunikation darauf zu achten, dass positive Beispiele mitgeteilt werden, was getan werden kann. Ganz nach dem Zitat.
Es kann sehr motivierend sein zu merken, dass es Dinge gibt, die sowohl für meine, als auch für die planetare Gesundheit gut sind.
Die 36 Fragen sind unten in diesem Blog-Eintrag zu finden. Dieser Beitrag stammt von der Webseite https://www.familylife.ch/five/verliebt-nach-36-fragen die 36 Fragen wurden schon früh in einer Studie entwickelt. Erwähnt wurden die 36 auch schon bei SRF im Beitrag https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/diese-36-fragen-machen-verliebt
Kann man zwei wildfremde Menschen dazu bringen, sich ineinander zu verlieben? Diese Frage stellte sich der Psychologe Dr. Arthur Aron. Nach langer Forschungszeit fand er schließlich einen Weg, Nähe und romantische Gefühle zwischen zwei Personen entstehen zu lassen.
Das Format war denkbar einfach: Eine Frau und ein Mann, die sich zuvor noch nicht gekannt haben, saßen sich gegenüber. Während 45 Minuten beantworteten sie sich gegenseitig 36 Fragen, die immer tiefer und persönlicher wurden.
Das genügte, um bei vielen Probanden die Schmetterlinge zum Tanzen zu bringen. Und auch die, die sich nicht gerade Hals über Kopf verknallt hatten, gaben an, sich dem Gegenüber jetzt deutlich näher zu fühlen und sich später wieder einmal treffen zu wollen. Der inoffizielle Höhepunkt der Studie war, dass sich sechs Monate später zwei Versuchsteilnehmende das Jawort gaben. Zur Hochzeit luden sie das gesamte Forschungsteam ein.
Der Fragebogen, den die beiden Teilnehmenden zusammen durchgehen mussten, beginnt harmlos: „Wenn du dir eine Person auf der Welt aussuchen könntest: Wen hättest du gerne als Gast zum Abendessen?“ Schnell wird es persönlicher: „Gibt es etwas, von dem du schon sehr lange träumst? Warum hast du es noch nicht getan?“ Bald schon muss man sich entscheiden, ob man dieser fremden Person tatsächlich ehrlich Einblick ins eigene Leben geben will oder nicht.
Die meisten der 36 Fragen zielen darauf ab, sich dem anderen zu zeigen und etwas von sich preiszugeben. Aron schreibt: „Eine solche Selbstoffenbarung zwischen Fremden zu strukturieren war der Kern der von uns entwickelten Methode.“
Mit zunehmender Dauer des Gesprächs kommen zu den Selbstoffenbarungsfragen auch noch beziehungsfördernde Aufgaben dazu: „Sag deinem Gegenüber, was du an ihm magst. Sei ehrlich und sag auch Dinge, die du normalerweise nicht zu jemandem sagen würdest, den du gerade kennengelernt hast.“
Der Erfolg dieses Experiments zeigt, dass Liebe kein Zufall ist. Liebe ist mehr als ein mysteriöses Gefühl, das einem schicksalshaft überkommt und sich dann plötzlich wieder aus dem Staub macht, ohne dass wir irgendetwas dafür oder dagegen tun könnten. Die Schmetterlinge im Bauch entziehen sich nicht gänzlich unserer Kontrolle. Dr. Aron hat gezeigt, dass Liebe auch mit unserem Handeln zu tun hat und dass wir sie gezielt nähren können.
Indem wir unserem Gegenüber Einblick in unser Innerstes geben (Selbstoffenbarung), entfachen wir die Liebe. So gelang es Wissenschaftlern, fremde Personen zu Liebespaaren zu machen. So haben sich viele von uns zu Beginn einer Partnerschaft verliebt. Und genau so können wir auch nach vielen Jahren unsere Liebe immer wieder erneuern und vertiefen.
„Wenn du am Anfang einer romantischen Beziehung bist, ist das sehr aufregend. Aber dann gewöhnt man sich aneinander“, sagt Dr. Aron. „Wenn du etwas Neues und Herausforderndes tust, erinnert dich das daran, wie aufregend es mit deinem Partner sein kann. Es macht deine Beziehung besser.“
NEXT LEVEL FÜR MEINE BEZIEHUNG: Mach das Experiment mit deinem Gegenüber. Beantwortet einander alle oder einen Teil der 36 Fragen.
Buchtitelseite: 36 Fragen zum Verleiben und um verliebt zu bleiben Quelle: https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/41wNuxeu3ZL.SX342_SY445_QL70_ML2.jpg
Die 36 Fragen der Studie von Arthur Aron
Jemand liest die Frage vor und beantwortet sie. Dann beantwortet das Gegenüber die gleiche Frage. Nach jedem Level wechselt die Reihenfolge: Die andere Person liest die Fragen vor und beantwortet sie zuerst.
Level 1
Wenn du dir eine Person auf der Welt aussuchen könntest: Wen hättest du gerne als Gast zum Abendessen?
Wärst du gerne berühmt? Wofür?
Hast du jemals einstudiert, was du am Telefon sagen willst, bevor du jemanden angerufen hast? Warum?
Wie würdest du einen perfekten Tag beschreiben?
Wann hast du das letzte Mal für dich gesungen? Für jemand anderen?
Wenn du 90 Jahre alt werden könntest und du ab dem 30. Lebensjahr entweder den Körper oder den Geist eines 30-Jährigen für die restlichen 60 Jahre behalten könntest, was würdest du wählen?
Hast du eine geheime Vorahnung davon, wie du sterben wirst?
Nenne drei Dinge, die du und dein Gegenüber offenbar gemeinsam haben.
Für welchen Aspekt deines Lebens bist du am dankbarsten?
Wenn du irgendetwas an der Art ändern könntest, wie du aufgezogen wurdest, was wäre das?
Nimm dir vier Minuten, um deinem Partner so viel von deiner Lebensgeschichte zu erzählen, wie möglich.
Wenn du morgen aufwachen könntest und eine Fähigkeit oder Qualität aussuchen könntest, die du hinzugewonnen hast, welche wäre das?
Level 2
Wenn eine Kristallkugel dir die Wahrheit über dich, dein Leben, die Zukunft oder irgendetwas anderes verraten könnte, was würdest du wissen wollen?
Gibt es etwas, von dem du schon sehr lange träumst? Warum hast du es noch nicht getan?
Was ist die größte Leistung deines Lebens?
Was schätzt du an einer Freundschaft am meisten?
Was ist deine wertvollste Erinnerung?
Was ist deine schlimmste Erinnerung?
Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr plötzlich sterben wirst, würdest du irgendetwas an der Art ändern, wie du jetzt lebst? Warum?
Was bedeutet Freundschaft für dich?
Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?
Erzählt euch abwechselnd, welche positiven Eigenschaften euer Gegenüber hat. Nennt insgesamt fünf Charakterzüge.
Wie nahe steht sich deine Familie? Hast du das Gefühl, deine Kindheit war glücklicher als die der meisten anderen Menschen?
Wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?
Level 3
Macht drei wahre «Wir»-Aussagen über euch. Zum Beispiel «Wir sind gerade in diesem Raum und fühlen uns…»
Vervollständige diesen Satz: «Ich wünschte, ich hätte jemanden, dem ich erzählen könnte, dass …»
Wenn dein Gegenüber ein enger Freund von dir werden würde, was müsste er über dich wissen?
Sag deinem Gegenüber, was du an ihm magst. Sei ehrlich und sag auch Dinge, die du normalerweise nicht zu jemandem sagen würdest, den du gerade kennengelernt hast.
Teile einen peinlichen Moment aus deinem Leben mit deinem Gegenüber.
Wann hast du das letzte Mal vor einem anderen Menschen geweint? Wann hast du das letzte Mal allein geweint?
Erzähle deinem Gegenüber, was du jetzt schon an ihm magst.
Was – wenn es überhaupt etwas gibt – ist zu ernst, um Witze darüber zu machen?
Wenn du heute Abend sterben würdest, ohne die Möglichkeit, mit irgendjemandem zu sprechen, was würdest du am meisten bereuen, jemandem nicht gesagt zu haben? Warum hast du es dieser Person noch nicht gesagt?
Dein Haus, in dem sich alles befindet, was du besitzt, steht in Flammen. Nachdem du deine Familie und Haustiere gerettet hast, reicht die Zeit noch aus, um eine Sache aus dem Haus zu retten. Was wäre das? Warum?
Von allen Menschen in deiner Familie – wessen Tod würde dich am meisten mitnehmen?
Teile ein persönliches Problem mit deinem Partner und frage ihn, wie er es lösen würde. Frage deinen Partner auch nach seiner Einschätzung, wie du dich mit dem Problem fühlst.
Auf den Spruch beziehungsweise das Zitat bin ich auf der Rückseite eines Heftes gestossen als Reisewerbung.
Man sieht nur, was man weiss.
Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe Quelle: https://pixabay.com/de/vectors/johann-wolfgang-von-goethe-deutsch-5652861/
Bei der Suche im Internet in ich auf den nachfolgenden Text gestossen mit einigen ergänzenden Gedanken.
Das berühmte Goethe Zitat: „Man sieht nur, was man weiß.“, ist nicht nur leere Formulierung, sondern für viele Bereiche des Lebens anwendbar. Es beschreibt die Tatsache, dass uns nur Dinge auffallen können, über die wir Hintergrundwissen besitzen. Doch was bedeutet diese Erkenntnis für das eigene Leben?
Mehr Wissen öffnet unsere Wahrnehmungskanäle für immer wieder neue Aspekte. Dieses Phänomen wird beispielsweise in der Business Modewelt deutlich. Wer das erste Mal einen Anzug kauft, wird kaum wissen worauf man achten muss. Die Wahl fällt einfach auf ein Modell, das einem auf den ersten Blick und beim ersten Tragen gefällt.
Jemand, der sich hingegen in der klassischen Modewelt etwas auskennt, wird viele Kleinigkeiten beachten. Die Sakkolänge, die Passform, die Kragenform, die Verschlussart, das Material, die Farben, etc.. Andernfalls würde er sich einfach falsch gekleidet fühlen – selbst mit einem Anzug.
Mit mehr Wissen, wachsen auch die Ansprüche.
Ein anderes Beispiel ist eine Gruppe junger Leute, die häufig Kneipen oder Bars besuchen. Sie empfinden die Einrichtung als „normal“ und halten eine mürrische Bedienung oder eine etwas schmuddelige Bar für selbstverständlich. Falls dieselben schon mal in einer exklusiveren Einrichtung den Abend verbracht haben, würde das die Sichtweise auf die alte Bar und Bedienung verändern. Man würde jetzt merken, dass die Kellner doch nicht so freundlich sind, wie man geglaubt hat, die Tische schmutziger sind als zuvor oder die Cocktails irgendwie doch nicht so intensiv schmecken.
Ein weiteres Beispiel sind voreilige Schlüsse, die wir über andere Menschen ziehen. Diese Urteile bleiben manchmal so stark in unseren Gedanken verankert, dass wir vorerst keine anderen Eindrücke zulassen. Falls man jedoch eine neue Hintergrund-Informationen über den Menschen erhält, kann dies den Eindruck schlagartig ändern. So kann jemand, der häufig schlecht gelaunt ist, schnell als Pessimist abgestempelt werden – obwohl er nur mit schwierigen Familienverhältnissen zu kämpfen hat.
Erst das Wissen und die Fähigkeiten, die man sich angeeignet hat, öffnen einem die Augen für eine neue Welt – denn man sieht nur, was man weiß.
Von Artur & Michael, gemäss https://www.30tausend.de/goethe-man-sieht-nur-was-man-weiss/
Die folgende Abbildung fasst wichtige Punkte einer Besprechung im Team zusammen. Sie wurde von bildungspartner.eu publiziert.
Im Team Besprechung Quelle: https://i.pinimg.com/originals/23/98/9c/23989c58432ca9da611c9ba686801beb.png aufgerufen am 05.07.2021
Besprechung: Der Erfolg in der Arbeit im Team hängt entscheidend davon ab, wie die Aufgaben an- und aufgenommen und wie von den Teammitgliedern in der Vorbereitung damit umgegangen wird.
Leitung Leitung bzw. Moderator/in bestimmen. Ein Mandat aller ist notwendig!
Mitarbeit Gewinnen aller Teilnehmenden zur aktiven Teilnahme. die blosse physische Anwesenheit ist nicht hilfreich!
Darstellung Problem/Auftragslage/Besprechungsgrund/Ziel/e darstellen und klar eingrenzen.
Sammlung Ideen/Themen/Lösungen sammeln. Wichtig dabei ist:
1. Alle teilnehmenden müssen gleichberechtigt zu Wort kommen können – der/die Moderator/in sorgt gegeben falls für eine Begrenzung der Redezeit.
2. Niemand darf persönlich angegriffen oder auch „still“ ausgegrenzt werden.
3. Bestehen zwischen einzelnen Teammitgliederen (persönliche) Differenzen, sind diese in Einzelgespräch zu klären. Wichtig ist es Probleme konkret zu benennen, statt pauschale Vorwürfe zu äussern – oder noch effizienter sind konstruktive Verbessrungsvorschläge statt Kritik.
Respekt Ideen und Vorschläge oder Änderungswünsche nicht vorschnell ablehnen („das klappt sowieso nicht“, „das lohnt sich nicht“, …). Ablehnung müssen immer sachlich begründet sein.
Perspektive Vermeiden von Endlosdiskussionen, wenn in bestimmten Punkten keine Einigung erzielt werden kann. Stattdessen empfiehlt es sich gemeinsam das Thema aus einer anderen bzw. neuen Perspektive zu betrachten.
Vereinbarung Lösung/en, Ziel/e oder Idee/n eingrenzen, Auswahl treffen und Vorgangsweise vereinbaren.
Umsetzung Bereiche, Verantwortlichkeiten und Termine für die Umsetzung festlegen und Entscheidungen treffen: WER/WAS/WANN/WIE macht und von WEM die Umsetzung kontrolliert wird.
Dokumentation Besprechungserebnisse in einem Protokoll/auf Flipchart/Pinnwand festhalten und dieses Protokoll allen Teammitgliedern zugängig machen.
Pixabay bietet beeindruckende kostenlose & lizenzfreie Bilder zur Verfügung. Mehr als 2.3 Millionen hochwertige Stock-Bilder und -Videos sind geteilt von unserer talentierten Community.
„Think globally, act locally“ bedeutet übersetz auf Deutsch „Global denken, lokal handeln“
Unser tagtägliches Handeln und unsere Entscheidungen wirken sich auf das Leben der Menschen global spürbar aus. Jeder kann durch bewusste Lebensstile einen Beitrag zu einer gerechteren Welt und zu Umwelt- und Klimaschutz leisten.
Landeshauptstadt Mainz, aufgerufen unter https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/buerger-aktiv/global-denken-lokal-handeln.php am 26.06.2021
Im Rahmen meiner Diplomarbeit entwickelte ich eine Orientierungshilfe zur agilen Zusammenarbeit. Der Titel der Diplomarbeit heisst „Zusammenarbeit unter Lehrpersonen – Der gemeinsame Weg zu Ausbildungseinheiten“ und ist aufgrund theoretischen Grundlagen und Erfahrungen entstanden. Als Orientierungshilfe ist ein Kartenset entstanden.
Titelbild des Kartenset „Orientierungshilfe zur agilen Zusammenarbeit um gemeinsam Ausbildungseinheiten zu entwickeln, zu betreiben und zu unterhalten“
Unter dem nachfolgenden Link kann das Kartenset heruntergeladen werden. Dieses lässt sich auch als ausgedruckte Version nutzen, dazu ein paar Gedanken im Vorwort des Kartensets. So freue ich über Rückmeldungen zur Orientierungshilfe, egal ob Lob, Kritik, Anregungen und so weiter. Zum Abschluss wünsche ich viel Erfolg und Freude bei der Zusammenarbeit.
MEHR SINGEN, dies der Titel und auch die Botschaft vom nachfolgenden Song. Ergänzend dazu etwas weiter unten noch der Text aus dem Lied.
Mehr singen (Live) – Central Arts | Zusammenkunst – die Erste Quelle: https://youtu.be/Qxxwhiu0at8 aufgerufen am 11.06.2021
Songtext notiert aus dem Lied:
Oh Oh …
Wir sollten mehr singen, statt nur zu reden. Wir sollten mehr reden, statt uns immer anzuschreien. Wir sollten mehr schreien, wenn wir ungerechtes sehen. Aber vor allem, sollten wir singen zusammen.
Sollen mehr tanzen, statt einander zu bekämpfen. Wir sollten mehr kämpfen, statt wie Ölgötzen da zu stehen. Vielleicht auch stumm sein und einfach nur hören. Aber vor allem, sollten wir tanzen zusammen.
Oh Oh …
Wir sollten uns mehr umarmen, statt immer nur Liebe zu wollen. Wir sollten mehr Liebe machen, statt immer immer Krieg. Wir sollen im Krieg sein, in allem Hass in uns. Aber vor allem, sollten wir uns umarmen.
Oh Oh …
Den wer wir singt, hat keinen Kopf für Wut und wer tanzt der kann die ganze Welt umarmen und wenn ich dir lang genug in die Augen schaue, dann sehe ich auch in dir auch ein bisschen von mir.
Oh Oh …
Liedtext von „Mehr singen„
Einige Gedanken die Song von Jonathan Schmidt. Ein Gedanke von ihm: „Wenn man tanzt und singt, kann man sich keine Sorgen machen“.
Mehr singen – Behind The Song (mit Jonathan Schmidt) Quelle: https://youtu.be/MPEQY7eB0wE aufgerufen am 11.06.2021
Zeitgemäße Bildung braucht einen Paradigmenwechsel!
Unsere Schulen sind größtenteils noch ein Spiegel des Industriezeitalters und gleichen in ihrer Organisation der von Fabriken, sagt Sir Ken Robinson.
In einem TED-Talk, der hier wunderbar visualisiert wurde, hält der britisch Bildungsexperte, Autor und Theaterpädagoge ein spannendes Plädoyer für die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Bildungspolitik, der statt auf Konformität auf Kreativität setzt.
Wichtig: Die Rolle der Ökonomie, die Robinson anspricht, ist kein Bekenntnis zu neoliberalen Systemen, sondern ein Teil der Vuca-World, inmitten welcher Schule zu entwickeln ist.
Zum Prinzip „Work smarter, not harder!“ gibt es ein wunderbares Bild, welches zum denken anregt.
Ich habe da was für euch! Nein, danke! Wir sind zu beschäftigt! Quelle: https://datatoolbox.de/wp-content/uploads/2020/04/Work3-1_komprimiert.jpg aufgerufen am 12.05.2021
Möchtest du nichts ändern? Nachfolgend 50 vorbereitete Gründe um nicht zu ändern. Dies kann anderseits auch verwendet um zu thematisieren, falls Einwirkungsmöglichkeiten nicht ernsthaft diskutiert werden.
„50 Gründe nichts zu ändern“ von Tom Mittelbach aufgerufen am 22.04.2021
Die Idee mittels Perpetuum Mobile zum Beispiel mittels Wasserkraft zu Energie zu erzeugen ist altbekannt, siehe nachfolgende Abbildung. Aus der Erfahrung und dem Physikunterricht wissen wir jedoch, dass es kein Perpetuum Mobile gibt, da z.B. nicht nach oben fliesset. Es ist die optische Täuschung, welche dies möglich macht.
Wasserfall als Perpetuum Mobile von M. C. Escher Quelle: https://i.pinimg.com/originals/16/e5/09/16e5098bbe97fa07526a42a2e4f9441c.jpg aufgerufen am 22.04.2021
Nebst Bildern gibt es inzwischen auch Filme welche den Wasserfall zeigen. Ist es real oder doch eher eine optische Täuschung? Auch hier passen Wissen und die Erfahrung nicht überein. Ein spannendes Spannungsfeld.
Quelle: https://youtu.be/0v2xnl6LwJE aufgerufen am 22.04.2021
Manche Dinge, hier im speziellen Tätigkeiten/Engagements, lieben wir. Manche Dinge lieben wir nicht und können wir ändern. Bringt die oder natürlich auch mehrere Verlandungen nichts hiesst etwas wohl Dinge niederzulegen.
LOVE IT – CHANGE IT – LEAVE IT Quelle: https://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2022/03/Love-it-change-it-Leave-it-Icons-Grafik.png aufgerufen am 19.03.2021
Logo von dure schnufe Quelle: https://dureschnufe.ch/ aufgerufen am 10.03.2021
dure schnufe ist eine Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus. Zu all den folgenden Themen hat es unter https://dureschnufe.ch/ wertvolle Gedanken mit Tipps & Tricks.
Wie geht’s dir? Dies kann zum Beispiel mit den Emotionen-ABC ausgedrückt werden. Lerne damit auch deine psychische Gesundheit zu stärken. Das ABC der Emotionen begleitet dich durch alltägliche Ups und Downs und gibt praktische Tipps. Weitere Informationen unter https://www.wie-gehts-dir.ch/emotionen-abc
QR-Codes können alle selber erstellen. Dies zum Beispiel mithilfe der Webseite https://www.qrcode-generator.de bei dem der QR-Code gleich dargestellt wird. Mit einem Print Screen kann dann der QR-Code auch kopiert werden ohne sich zu registrieren.
Beispiel eines QR-Codes
Hintergrundswissen zum Thema QR-Code.
Ein QR Code ist eine zweidimensionale Version des Barcodes, die typischerweise aus einer schwarz-weißen Pixelstruktur besteht. Entwickelt wurde er von der japanischen Firma Denso Wave, eine Tochtergesellschaft des Toyota-Zulieferers Denso, um durch eine effizientere Markierung von Teilen die Logistik-Prozesse ihrer Automobilproduktion zu optimieren. Durch die weit verbreitete Nutzung von Smartphones mischen QR Codes mittlerweile auch kräftig im Mobile Marketing mit. „QR“ steht für „Quick Response“, also für eine schnelle Reaktion. Dies bezieht sich auf den unmittelbaren Zugang zu den im Code versteckten Informationen.
https://www.qrcode-generator.de
Nun noch ein nicht ganz ernstzunehmender Schluss. Wie entsteht ein QR-Code? Die folgende Animation zeigt dies anschaulich. Zu sehen ist die Bildschirmaufnahme eines Tetris-Spieler 🙂
So entsteht ein QR-Code 🙂 Quelle: Unbekannt, gerne melden.
Die folgenden Gedanken sammeln aus dem White Paper Januar 2017, welches Michael Herzig, Dozent an der ZHAW Soziale Arbeit Institut für Sozialmanagment. Als erstes jedoch eine Abbildung, aus dem Wort FEHLER, HELFER werden lässt.
Buchstabensalat: FEHLER sind HELFER Quelle: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcR7zvGGKOxjBLr-Bwkg7pXjuMZvuaRtTmjPyg&usqp=CAU aufgerufen am 24.02.2021
Grundsatz
Mit Fehlern produktiv umgehen, bedeutet:
zu akzeptieren, dass Fehler passieren.
sich nicht darauf zu versteifen, unbedingt stets alle Fehler zu verhindern, sondern sich
auf die Vermeidung der gravierendsten Fehler zu beschränken (Qualitäts- und Risikomanagement sowie interne Kontrollsysteme).
aus Fehlern möglichst systematisch zu lernen, statt nur zufällig.
Haltung
Eine Organisation mit einer produktiven Fehlerkultur zeichnet sich durch eine Haltung gegenüber Fehlern aus, die es Mitarbeitenden erlaubt, offen und frei von Angst vor Sanktionen oder Diskreditierung darüber zu sprechen.
Diese Haltung
ist schriftlich festgehalten (Leitbild, Führungs- und Arbeitsgrundsätze).
ist konkret formuliert mit einem direkten Bezug zur Arbeit der Mitarbeitenden.
wird von den Vorgesetzten vorgelebt und im Rahmen der Personalführung thematisiert (persönliches Feedback, Zielvereinbarungs- und Beurteilungsgespräche).
Damit die formulierte Haltung nicht Theorie bleibt, sondern gelebt werden kann, bedarf es verschiedener Voraussetzungen. Es muss
Zeit zur Verfügung stehen, um über mögliche oder tatsächlich gemachte Fehler zu diskutieren und daraus zu lernen.
ein Führungsverhalten vorgelebt werden, das es erlaubt, ohne Schuldzuweisungen über Fehler zu diskutieren.
ein Instrumentarium eingeführt werden, das es ermöglicht, Gelerntes festzuhalten und sich darüber auszutauschen.
darauf hingearbeitet werden, dass die Vorgesetzten und Mitarbeitenden über Kompetenzen im Umgang mit Fehlern verfügen.
Kompetenzen
Eine Organisation, in der Fehler nicht tabuisiert oder vertuscht werden, sondern genutzt werden, um die Qualität zu verbessern oder um auf neue Ideen zu kommen, fördert die Kompetenzen im Umgang mit Fehlern, indem
die Mitarbeitenden sich gegenseitig Feedback geben.
Reflexionsverfahren vorgesehen sind, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, über
Fehler zu sprechen, Ursachen und Rahmenbedingungen von Fehlern zu hinterfragen und aus Fehlern zu lernen (Nachbesprechungen, Debriefings, Lessons Learned, Supervision oder Intervision).
Verfahren und Gefässe vorhanden sind, die es erlauben, zu lernen um Arbeitsprozesse, Instrumente und auch Strukturen zu verbessern (Qualitätszirkel).
Mitarbeitende mit den Konsequenzen von Fehlern nicht allein gelassen werden, sondern bei deren Bewältigung unterstützt werden.
Instrumente
Damit Mitarbeitende produktiv mit Fehlern umgehen können, braucht es ein Instrumentarium, das es ermöglicht,
Fehler zu vermeiden (QM-Systeme, Prozessbeschreibungen, Konzepte, Checklisten).
Fehler (anonym) zu melden (Critical Incident Reporting System (CIRS), Vorschlagswesen).
Fehler für die Qualitätsentwicklung zu nutzen (Thema an Teamsitzungen und in Workshops zur Qualitätsentwicklung).
Kommunikation
Eine Organisation, die konstruktiv mit Fehlern umgeht, verfügt über eine positive Grundausrichtung und eine «Ermutigungskultur», die sich auch darin äussert, wie über Fehler gesprochen wird.
Statt so: «Was ist heute schief gelaufen?» Lieber so: «Was ist heute gerade nochmals gut gegangen?» Mit dieser Frage kann aus potenziellen Fehlern gelernt werden.
Statt so: «Warum hast du das gemacht? Lieber so: «Warum erschien dir das sinnvoll?» Mit dieser Frage wird nicht böser Wille oder Inkompetenz unterstellt, sondern thematisiert, dass ein Fehler oft erst im Nachhinein als solcher erkannt wird.
Anhand von vier Szenarien wird die Zukunft vorausgesagt. Es wird wohl keine Reinform geben sondern eine Mischform der verschiedenen Szenarien. Die Informationen Stammen aus einer Publikation des Gottlieb Duttweiler Institut mit dem Namen FUTURE SKILLS.
Kollaps: Internationaler Handel ist so gut wie inexistent. Lokale Gemeinschaften sind nicht mehr in nationale oder supranationale Organisationen eingebunden und müssen sich in den Ruinen einer globalisierten und industrialisierten Welt neu organisieren.
Gig-Economy-Prekariat: Maschinen haben viele Jobs übernommen und für technologische Arbeitslosigkeit gesorgt. Anstatt in eine neue Branche zu wechseln, wenden sich die Betroffenen einer neuen Beschäftigungsform zu: der Gig-Economy. Als digitale Tagelöhner buhlen sie in einer durchökonomisierten Welt um rar gesäte Jobs.
Netto-Null: Die Hoffnung, dem Klimawandel mit Fortschritt und Technologie entgegenzutreten, ist verflogen. Das einzige Wirksame: einschneidende persönliche Einschränkungen. Das übergeordnete Ziel ist die vollständige Reduktion von CO2-Emissionen. Wie das erreicht wird, unterscheidet sich je nach Region. Denn um Bereitschaft und Akzeptanz für persönliche Einschränkungen zu gewährleisten, werden diese auf möglichst lokaler Ebene festgelegt.
Vollautomatischer KI-Luxus: Maschinen haben den Menschen viele Jobs abgenommen. Von den Früchten dieser Arbeit profitieren alle. Menschen können alles, müssen aber nichts. Sie stehen damit vor der Herausforderung, ihrem Leben Sinn zu stiften und angesichts der überlegenen künstlichen Intelligenzen ihre persönliche Autonomie zu bewahren.
Ausschnitt der Titelseite von FUTURE SKILLS Quelle: https://www.gdi.ch/de/publikationen/studien-buecher/future-skills
Das nachfolgende YouTube Video gibt während einer Stunde einen Überblick inkl. Diskussion.
Das Nachfolgende Modell zeigt das Zusammenspiel von wissen, wollen und wirken. Weiter unten ist noch eine Beschreibung der einzelnen Begriffe zu finden.
WISSEN, WOLLEN und WIRKEN im Modell Quelle: https://www.gdi.ch/de/publikationen/studien-buecher/future-skills
Wissen: Um die Zukunft zu gestalten, muss man zunächst eine möglichst akkurate Analyse der Gegenwart durchführen. Wie ist die Situation heute? Was läuft gut? Was läuft schlecht? Warum sind die Dinge so, wie sie sind?
Wollen: Basierend auf der Analyse der Gegenwart können Ziele formuliert werden, wie die Zukunft aussehen könnte. Es wird ein Soll-Zustand definiert, der durch Wertvorstellungen und Kreativität bestimmt ist. Wie könnten die Dinge anders sein, als sie es heute sind?
Wirken: Die Diskrepanz zwischen der Gegenwart und dem formulierten Zielzustand muss durch konkretes Verhalten verringert werden. Hier geht um das tatsächliche Verändern der Welt, während Wissen und Wollen eher kognitive und emotionale Prozesse darstellen.
Coopzeitung Nr. 40 vom 29. September 2020 mit Titelbild von Getty Images aufgerufen am https://rabatt-kompass.ch/coop-aktionen/angebote-42904-0 am 21.01.2021
Sein Hirn in Schwung zu halten kann zum Beispiel mit Rätsel gemacht werden. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Rätselarten, gemäss folgender unvollständiger Liste.
ZAHLEN-SCHWEDENRÄTSEL
MULTISUDOKU
SUDOKU
KAKURO
HIDOKU
KRUZZLE
GITTERRÄTSEL
DOPLO
ZEITLAGER
BIMARU
ARUKONE
WABENRÄTSEL
GEFÄLSCHTES BILD
BRÜCKEN
QUIZ
BINOXXO
SCHWEDENRÄTSEL
LABYRINTH
MINI-SUDOKU
ZALENPYRAMIDE
VEXIERBILD
PUNKT ZU PUNKT
10 UNTERSCHIEDE
Von den Rätselarten gibt es in verschiedensten Medien und dies analog und digital. Viel Freude beim rätseln!
Software unter einer Open Source Lizenz kann beliebig genutzt und weiterentwickelt werden. Dies reduziert die Abhängigkeit von IT-Herstellern, erhöht die langfristige Kosteneffizienz und verbessert Transparenz und Sicherheit der Informatik.
Open Standards
Standardisierte Schnittstellen und Dateiformate sind die Basis für Interoperabilität und Austauschfähigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnologie und bilden damit die Grundlage für nachhaltige Systeme mit hoher Investitionssicherheit.
Open Government Data
Alle Daten aus Verwaltung und öffentlichen Institutionen, die mit Steuergeldern erstellt wurden und nicht datenschutz- oder sicherheitsrelevant sind, sollen in maschinenlesbarem Format kostenfrei publiziert werden.
Open Access
Von der Gesellschaft finanzierte Forschungs- und Bildungsergebnisse sollen als öffentliche Güter frei verfügbar und unter offenen Lizenzen zugänglich sein.
Open Content
Offene, partizipative Modelle kultureller Produktion wie Wikipedia und Creative Commons begründen gesellschaftlichen Mehrwert und sind zu fördern, indem mit öffentlichen Geldern finanzierte Inhalte frei zugänglich gemacht werden.
Open Internet
Internetzugang ist eine wichtige Grundlage der heutigen Demokratie und eine Quelle wirtschaftlicher Innovation. Deshalb sollen Netzneutralität gewährleistet und keine Netzsperren angewendet werden.
Menschen, im speziellen Kinder und Jugendliche, brauchen für ihre gesunde Entwicklung nahe vertraute, verlässliche und verfügbare Bezugspersonen mit einer sicheren Bindung, wo sie sich geborgen fühlen. 3v steht für…
Vertraut: Vertrauen ist absolut notwendig für die Beziehungs- und Bindungsfähigkeit.
Verlässlich: Das Gegenüber muss sich auf Bezugspersonen, Abmachungen und Haltungen absolut verlassen können.
Verfügbar: Das Gegenüber muss wissen, dass ihm jederzeit vertraute Bezugspersonen zur Verfügung stehen.
Die Hände von zwei Kindern, die Hand in Hand gehen Quelle: https://image.freepik.com/fotos-kostenlos/die-haende-von-zwei-kindern-die-hand-in-hand-gehen_34985-164.jpg aufgerufen am 09.01.2022
Fragen zum nach- und weiterdenken:
Wo bist du eine Bezugsperson?
Wie lebst du Vertrautheit, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit?
There is a place for you where there is music there is life there is life There is a place for you where you can come as you are as you are
In the YMCA – oh oh oh In the YMCA – oh oh oh
There is a place for you where you can find love and hope love and hope And there is a place for you, your faith will find room to grow room to grow
In the YMCA – oh oh oh In the YMCA – oh oh oh
Bridge
And when you‘re down You know you found a place where we will help each other let’s make it clear you’re welcome here and through our God we’ll love each other
Als Lehrperson ist es manchmal schwierig herauszufinden, weshalb Schüler ein anderes Verhalten an den Tag legen als gewünscht ist. Hi und da können auch die Lehrer und Schüler nicht genau sagen, wo die Ursache liegt. Um erfolgreich Lernen zu können braucht es können, wollen und dürften. Nur zu oft ist eine Faktor nicht gegeben und so würde eine der folgender Aussage zutreffen.
Ich kann, will und darf nicht
Ich kann, darf und will nicht
Ich darf, will und kann nicht
Trifft eine dieser Aussagen zu kann kein optimales Lernen erfolgen. Erfolgreiches Lernen passiert wenn können, wollen und dürfen gegeben ist.
Quelle: https://www.thealternativeboard.biz/koennen-duerfen-wollen-ihre-mitarbeiter-so-wie-sie-wollen/ aufgerufen am 04.01.2020
29 Möglichkeiten anderen Menschen Deine Wertschätzung zu zeigen. Die Reformierte Landeskirche Aargau hat einen Flyer zum pädagogischen handeln erstellt.
Faltblatt der Reformierten Kirche Aargau aus dem Bereich pädagogisches handeln.
29 Möglichkeiten anderen Menschen Deine Wertschätzung zu zeigen:
Die Gelassenheit ist etwas, dass nicht allen Menschen gleich gegeben ist. Reinhold Niebuhr notiere ein Gelassheintsgebet, was auch heute noch passt in Situationen in denen uns Gelassenheit nicht einfach fällt.
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Das Modell in Richtung eines „Erfolgreiches Team“ nach Peter Ryser lernte ich in einem J+S-Kurs in Magglingen kennen. Die verschiedenen Begriffe beschreiben lassen sich Teams analysieren und steuern.
Erfolgreiche Zusammenarbeit im System nach Peter Ryser
Die Erfahrung zeigte, dass hinter einem Ziel ganz verschiedene Motive stecken. Die Gemeinsamkeiten sind herausfinden und zu verfolgen.
Wie sieht es mit deinem Umgang mit Energie aus? Es gibt verschiedenes wo wir unsere persönliche Energie verbrauchen und andere Orte, wo wieder Energie dazukommt. Als Bild für den Energiehaushalt nehmen wir ein Fass.
Wofür brauchst du deine Energie? Arbeit, Weiterbildung, Familie, Verwandte, Haushalt, Hobby, Ferien, Ärger, News, Geduld und vieles mehr. Vieles im Leben gehört es dazu was Energie braucht. Ich kann mir aber auch bewusst machen, wo ich unnötig Energie brauche. Es ist also möglich, dass ich mich gegen das Verschwenden von Energie entscheide. Unnötig Energie verschwenden könnte sein… im Hamsterrad drehen, Unrecht permanent hervorheben, Fokus auf Nichtwissen, von Hoffnungslosigkeit erdrückt zu werden, Mutlosigkeit, Überforderung, eigene Unfähigkeit, sich über andere Ärgern.
Menschen ändern sich nicht, weil wir uns ärgern über sie.
Verena Berchtold
Über wen hab ich mich schon 1 Million mal geärgert und es hat nicht gebracht? Wofür hab ich schon viel Energie gebraucht, obwohl ich am Gegenstand des Ärgers (Weiterbildung, Arbeit, …) eigentlich wenig ändern kann? Wo sehe ich , dass der Einsatz meiner Energie in eine verzichtbare, weil sinnlose und evtl. sogar destruktive Richtung läuft?
Ich wünsche viel gelingen bei Energie für dich sinnvoll nutzen!
Heute bin ich über den Begriff Journaling gestolpert und fand den Webartikel, den ich inspirierend finde. Alle die jetzt nicht weiterlesen möchten gibt es einen Audiobeitrag unten verlinkt. Ich habe heute gelernt, dass ich Journaling schon lange lebe ohne den Begriff gekannt zu haben. Ich möchte dich ermutigen ebenfalls mit Journaling zu starten.
Journaling aufgerufen unter https://medium.com/the-write-club/why-you-should-start-journaling-deeeaac3daec am 12.12.2020
Dieser und weiteren Fragen hat sich die Sendung SRF Kultur zugewendet. Unter anderem diskutieren Barbara Bleisch und Yves Bossart zusammen. Yves Bossart nennt Rituale gar «kollektive Zwangshandlungen». Er findet es ausserdem schwierig, in einer pluralistischen Gesellschaft geteilte Rituale zu finden. Barbara Bleisch hingegen sieht in Ritualen etwas Verbindendes oder sogar Entlastendes – grade in einer pluralistischen Gesellschaft. Einzig auf das Höhenfeuer können sich «Bleisch & Bossart» einigen: Diese sind zumindest ästhetisch ansprechend. Der folgende Beitrag von SRF nimmt dich mit auf diese Auseinandersetzung.
Wozu brauchen wir Rituale wie Weihnachten und Ostern? | Philosophie | Bleisch & Bossart | SRF Kultur Quelle: https://youtu.be/5OtW99ITyAg aufgerufen am 26.11.2020
Mögliche Anschlussfragen zum selbst oder in der Gruppe weiterdenken:
Welche Rituale lebst du im Alltag/Verein/Schule/Job? Welche Bedeutung hat dieses für dich?
Rituale bei Übergängen, was sind deine Erfahrungen dazu?
Dürfen sich Rituale verändern? Welche möchtest du beibehalten, welche verändern oder ganz loswerden?
Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr, sondern um die Kraft für den Alltag. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung. Schenk mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist.
Schenk mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick mir im rechten Augenblick jemanden, der den Mut hat, die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Du weisst, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.
Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern das, was ich brauche.
Digitale Medien hat das lernen bereits verändert und wird es auch weiter tun. So helfen einem Anleitungen und Kurzfilme zum Beispiel wie Scheibenbremsen gewechselt werden sollten inklusive Hinweise auf was geachtet werden muss.
Das Steuer für das Lernen gehe so allmählich in die Kontrolle der Lernenden über.
Marcel Hegetschwiller, www.kgv.ch – Archiv der Zürcher Wirtschaft, Ausgabe 09/2020
Im klassischen Präsenzunterricht gibt die Lehrperson das Lernmedium oft vor und damit auch den Lernpfad. Mit den digitalen Medien ist einzeln oder im Verbund sich Lerninhalte zu erarbeiten. Dies ist zudem nicht mehr an Schulstunden gebunden. Nachfolgend der komplette Bericht aus dem das Zitat und weitere Gedanken stammen.
Auszug der Züricher Wirtschaft September 2020, Seite 5 Quelle: https://www.kgv.ch/zuercher-wirtschaft/archiv aufgerufen am 18.10.2020
Beschreibung des Dokumentarfilm gemäss YouTube: Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz geschädigt werden. Dick Marty und weitere Stimmen aus dem In- und Ausland erklären, warum sie klare Regeln verlangen, damit Konzerne wie Glencore für Verfehlungen geradestehen müssen.
Stell dir vor du bist ein Schloss. Um dich hast du eine niedrige oder hohe Mauer, offenes oder geschlossenes Eingangstor, sowie eine Zugbrücke die hochgezogen oder heruntergelassen ist. Dieses Bild auf Gespräch übertragen bedeutet, dass sich nur sinnvoll in der Situation kommunizieren lässt wo beide eine offene Burg haben. Aus diesem Grund gilt es jeweils zu fragen bez. herauszufinden ob das Gegenüber für ein Gespräch offen ist, oder ob ein anderer Zeitpunkt gewählt werden sollte.
Das Fort C mit Zugbrücke der Festung Minden in Minden, Nordrhein-Westfalen. Aufgerufen am 07.10.2020 bei https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Festung_Minden03.jpg
Um aus einer „normalen“ Banknote ein Herz zu falten gibt es verschiedene Anleitungen im Internet zu finden. Eine Version ist nachfolgend eingebettet. Ich wünsche viel Freude beim falten und verschenken eines Herzes um zum Beispiel ein herzliches Dankeschön auszurücken. Sollte das Herz nicht das passende sein gibt es viele weitere Formen zum falten.
Quelle: Falten mit Yvonne, https://www.youtube.com/watch?v=_KAoN-uSL5I aufgerufen am 27.09.2020
Der folgende Film mit dem Titel „Ich verklage das Schulsystem“ soll uns inspirieren das Schulsystem weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, die Schule verändert sich laufend und daran wollten wir auch weiterarbeiten.
Selber wiedermal Schüler sein nach dem Prinzip „Shadow A Student“ und den Schulalltag miterleben. Mit diesen gemachten Erfahrungen Unterricht und Schule weiterentwickeln macht sicher Sinn.
Empathy Deep-Dive mit der Methode „Shadow A Student“ Quelle: https://vimeo.com/237466998 aufgerufen am 17.06.2020
Die Sendung Echo der Zeit geht der Frage „Was taugen die Modelle von Epidemiologen?“ nach. Viele Prognosen von Epidemiologen fussen auf Simulationen der Pandemie im Computer, auf Modellen – auch bei Corona. Die Interpretation dieser Modelle ist allerdings nicht einfach. Was können die Modelle der Epidemiologie leisten und was nicht?
«Der Nationalrat hat diesbezüglich in einer links-grünen Echoblase beraten», sagt Henrique Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands. Laut Schneider könnten für eine Person durch das revidierte CO₂-Gesetz im Gesamtdurchschnitt sogar etwa 2000 Franken mehr anfallen. SP-Fraktionschef Roger Nordmann sagt, die Warnung des Gewerbeverbandes sei übertrieben. «Das Gesetz ist nicht gratis. 2000 Franken pro Kopf und Jahr sind aber deutlich zu hoch.» Es komme darauf an, wie viel man fliege, Auto fahre oder wie man heize. Für Nordmann ist klar: «Die Kosten des Nichtstuns sind viel höher als jene des Gesetzes.»
Zeitung 20 Minuten vom 10. Juni 2020
Wie hoch die Kosten ausfallen werden wissen wir wohl alle nicht. Aus dem Bereich der Gesundheit zeigt sich meiner Ansicht nach, dass Prävention kostengünstiger ist als die Intervention. Nichtstun im Bereich der Energie- und Umwelt ist wohl keine sinnvolle und nachhaltige Lösung.
Verschiedene Erkenntnisse aus dem Notfallfernunterricht sind unter http://wiki.doebe.li/Notfallfernunterricht/ wunderbar bildlich dargestellt und erklärt. Als Beispiel folgende Grafik.
In dem Medien wurde primär über (vermeintliche) Sicherheitsprobleme eines einzigen Anbieters, namentlich Zoom, von Videokonferenzen berichtet. Ob Zoom, Microsoft Teams, Skype und Co. sind kommerzielle Webkonferenztools bei denen der Code nicht veröffentlicht ist und die Server oft ausserhalb der Schweiz liegen sind wohl die Sicherheitsprobleme gleich einzuschätzen. Ich empfehle deshalb Open Source Lösungen da ist der Code offen und es können Sicherheitslücken von allen gefunden werden. Zudem wenn Open Source Lösungen auf einem eigenen Server installiert werden, sind die Daten sicher in der Schweiz. Konkret empfehle ich für Webkonferenzen mit Jitsi oder BigBlueButton zu arbeiten.
Spreichwort aus Afrika: „Wenn du schnell gehen willst, geh alleine. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.“ Quelle: https://www.google.com/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Ftwitter.com%2Fneures_akademie%2Fstatus%2F1118182604556177408&psig=AOvVaw1RnlHyWf7VSybs_2Jo8buo&ust=1591245677385000&source=images&cd=vfe&ved=0CA0QjhxqGAoTCIDtxJzq5OkCFQAAAAAdAAAAABCJAQ aufgerufen am 03.06.2020
Im Alltag geht die Dankbarkeit oft unter oder man sieht keinen Grund dankbar zu sein. Spannende Gedanken um Dinge im Alltag zu finden auf die du dankbar sein kannst zeigt dir der folgende Film.
Vitamin Cevi mit em Nicola Quelle: https://youtu.be/YPL_t0PN9sM aufgerufan am 21.05.2020
Gerade jetzt kommen viele unterschiedliche Erwartungen an andere Menschen, Beispiele sind Lehrpersonen, Politiker, Pensionierte. Wir „alle“ meinen das Patentrezept zu kennen und dadurch nehmen wir oft eine feste Erwartungshaltung ein. Fast im jedem Fall wird diese Erwartungshaltung jedoch nicht erfüllt, weil es andere dies nicht umsetzten. Dies weil sie einen anderen Blickwinkel haben. Alle suchen ein Optimum, welches jedoch ganz unterschiedlich aussieht, weil die Rahmenbedingungen, Kompetenzen, Möglichkeiten und so weiter unterschiedlich sind. Gebe dem Gegenüber die Chance deine Sicht kennen zu lernen mit einem Feedback, habe aber selbst nicht die Erwartung, dass es genau so umgesetzt wird bez. habe Geduld bei es umgesetzt wird.
Diese Gedanken sind eine Verallgemeinerung aufgrund des Beitrages von #digifernunterricht Folge 70, bei denen es um das Thema „Die Wünsche der Eltern“ geht.
Ein Wort aus zwei zusammengesetzten Wörtern (Substantiven) muss notiert werden gebildet. Das nächste Wort bildet dabei wiederum den Anfang des neuen Wortes. Als Beispiel: Baumhaus, Hausdach, Dach…
Als digitales Werkzeug kann dafür zum Beispiel das kollaborative Etherpad genutzt werden. Didaktisch kann dies zum Ziel haben spielerischen Zugang zeigenzum Thema «Kollaboratives Schreiben und Arbeiten mit digitalen Plattformen» aufzuzeigen.