{"id":4296,"date":"2023-03-26T17:56:55","date_gmt":"2023-03-26T17:56:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ahornblatt.ch\/simonboller\/?p=4296"},"modified":"2023-03-26T17:57:05","modified_gmt":"2023-03-26T17:57:05","slug":"kurzgeschichte-zur-koenigsnachfolge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ahornblatt.ch\/simonboller\/index.php\/2023\/03\/26\/kurzgeschichte-zur-koenigsnachfolge\/","title":{"rendered":"Kurzgeschichte zur K\u00f6nigsnachfolge"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"353\" src=\"https:\/\/ahornblatt.ch\/simonboller\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/krone.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4300\" srcset=\"https:\/\/ahornblatt.ch\/simonboller\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/krone.png 640w, https:\/\/ahornblatt.ch\/simonboller\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/krone-300x165.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Krone als Symbol f\u00fcr die K\u00f6nigsnachfolge (Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/vectors\/crown-golden-royal-shining-shiny-312734\/\" target=\"_blank\">https:\/\/pixabay.com\/vectors\/crown-golden-royal-shining-shiny-312734\/<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es war einmal ein guter und gerechter K\u00f6nig, der das Ende seines Lebens nahe kommen sah. Er hatte drei S\u00f6hne. Sie waren fleissig und wohl erzogen herangewachsen. Doch konnte sich der K\u00f6nig nicht entscheiden, welchem seiner S\u00f6hne er die Herrschaft seines K\u00f6nigreichs \u00fcbergeben sollte. So entschloss er sich, ihnen eine Aufgabe zu stellen. Der K\u00f6nigssohn, der sie am besten erf\u00fcllte, sollte sein Nachfolger werden. So liess er seine S\u00f6hne zu sich rufen und sagte: &#8222;Wer von euch mir den Thronsaal bis zum Abend bis zum Rand f\u00fcllt, soll mein Nachfolger werden. Womit ihr den Saal f\u00fcllt, das bleibt eure Entscheidung. Jedoch d\u00fcrft ihr daf\u00fcr nicht mehr als eine M\u00fcnze ausgeben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>So machten sich die K\u00f6nigss\u00f6hne auf den Weg, um etwas zu finden, womit sie f\u00fcr nur eine M\u00fcnze den ganzen Thronsaal f\u00fcllen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der erste K\u00f6nigssohn kam bald zu einem grossen Feld, auf dem der Bauer gerade das Getreide gedroschen hatte. Er fragte ihn, ob er das \u00fcbrig gebliebene Stroh haben k\u00f6nnte; er w\u00fcrde dem Bauer daf\u00fcr eine M\u00fcnze geben. Der Bauer bejahte dies sehr gerne, denn er hatte genug Stroh und wusste schon gar nicht mehr wohin damit. Und nun bekam er noch Geld, daf\u00fcr dass ein anderer ihm das ganze Stroh von seinem Feld wegschaffte. Der erste K\u00f6nigssohn war nun bis zum Abend besch\u00e4ftigt das ganze Stroh vor dem K\u00f6nigsschloss aufzuschichten.<br><br> Der zweite K\u00f6nigssohn kam bald zu einem Fluss. Hier sah er, wie mehrere M\u00e4nner grosse Steine aus dem Flussbett heraus trugen. Er fragte sie, was sie mit den Steinen machen w\u00fcrden. Sie erkl\u00e4rten ihm, dass die grossen Steine weg m\u00fcssten, denn das Wasser w\u00fcrde immer mehr aufgehalten und k\u00e4me nur noch als Rinnsal im Tal an. Daraufhin fragte der K\u00f6nigssohn ob sie ihm einen Dienst erweisen w\u00fcrden und die Steine vor das K\u00f6nigsschloss bringen w\u00fcrden. Er w\u00fcrde ihnen daf\u00fcr eine M\u00fcnze geben. Die M\u00e4nner waren einverstanden, denn die Steine mussten sowieso weggebracht werden und niemand hatte eine Verwendung f\u00fcr sie. So lie\u00df der zweite K\u00f6nigssohn bis zum Abend die grossen Steine zum K\u00f6nigsschloss bringen.<br><br> Der dritte K\u00f6nigssohn war ebenfalls ausgeritten und hatte sich den ganzen Tag unter einem Baum ausgeruht und nachgedacht. Gegen Abend kam auch er zur\u00fcck zum K\u00f6nigsschloss geritten, wo seine beiden Br\u00fcder mit dem Vater bereits auf ihn warteten.<br><br> Der K\u00f6nig fragte nun einen Sohn nach dem anderen, womit er den Thronsaal f\u00fcllen wolle. Der Erste entgegnete ihm: &#8222;Sieh Vater, ich habe f\u00fcr nur eine M\u00fcnze so viel Stroh bekommen. Damit kann ich leicht den ganzen Thronsaal f\u00fcllen.&#8220; Der K\u00f6nig murmelte nur etwas und wendete sich dem zweiten Sohn zu. Dieser blickte voll Stolz auf die Steine und sagte: &#8222;Vater, ich habe f\u00fcr eine M\u00fcnze diese schweren Steine bekommen und kann damit leicht den ganzen Thronsaal f\u00fcllen. Wieder murmelte der K\u00f6nig und fragte seinen dritten Sohn: &#8222;Und womit willst du den Thronsaal f\u00fcllen?&#8220;<br><br>Der dritte K\u00f6nigssohn erwiderte: &#8222;Komm mit und sieh.&#8220; Er ging in den Thronsaal, seine Br\u00fcder und der Vater folgten ihm neugierig. Da zog der K\u00f6nigssohn eine kleine Kerze, die nicht mal eine M\u00fcnze wert war, aus seiner Tasche, entz\u00fcndete sie und stellte sie in die Mitte des Thronsaals auf einen Leuchter. Sofort wurde der gesamte Raum hell erleuchtet. Da freute sich der Vater und sagte zu ihm: &#8222;Deine Br\u00fcder wollten den Thronsaal nur mit nutzlosen Dingen f\u00fcllen, du aber hast ihn mit dem erf\u00fcllt, was die Menschen in der Dunkelheit brauchen: Licht. Du sollst mein Nachfolger sein!<br><br>Quelle: nach Peter Blesser von <a href=\"https:\/\/www.recordare.de\/kurzgeschichten\/k%C3%B6nigsnachfolge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.recordare.de\/kurzgeschichten\/k%C3%B6nigsnachfolge\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal ein guter und gerechter K\u00f6nig, der das Ende seines Lebens nahe kommen sah. Er hatte drei S\u00f6hne. Sie waren fleissig und wohl erzogen herangewachsen. Doch konnte sich der K\u00f6nig nicht entscheiden, welchem seiner S\u00f6hne er die Herrschaft seines K\u00f6nigreichs \u00fcbergeben sollte. So entschloss er sich, ihnen eine Aufgabe zu stellen. 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